Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

Saving Phoenix - Die Macht der Seelen 2



Saving Phoenix - Die Macht der Seelen 2 (Joss Stirling) - Rezension 


Verlag: dtv
Hardcover
ISBN: 978-3-423-76062-1
Seiten: 382
Preis: 16,95 €
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Zitate:

"Blutsverwandte können echt das Allerletzte sein; es ist die selbst gewählte Familie, die einem ein zu Hause gibt und bei der man den Menschen findet, die man liebt.
(Seite 275)

Du tust mir gut. Ich glaube unser Schöpfer hat sich diese Seelenspiegel-Sache sehr clever ausgedacht, denn er stellt uns nicht denjenigen zur Seite, den wir uns wünschen, sondern denjenigen, den wir brauchen.
(Seite 308) 

Rückentext:

Phoenix hat nie erfahren, wie es ist, geliebt zu werden. Deshalb sträubt sie sich gegen ihre Gefühle für Yves Benedict, als dieser plötzlich in ihr Leben tritt. Doch Yves bleibt hartnäckig und Phoenix coole Fassade beginnt langsam zu bröckeln...

Cover/Aufmachung:

Das Cover von "Saving Phoenix" ist sehr schön auf das Cover von "Finding Sky" abgestimmt, da die Hauptfarben (weiß und pink) einfach getauscht wurden. Anstelle eines Herzes wird der Titel des Buches dieses mal von einem Phönix umgeben, was natürlich sehr gut passt. "Saving Phoenix" ist in der selben "romantischen" Schriftart geschrieben wie schon bei Band eins, die goldene Farbe rundet alles schön harmonisch ab. 

Meinung:

Natürlich musste ich nach "Finding Sky" auch gleich "Saving Phoenix" lesen, da ich extrem gespannt war, wie das Leben der Benedicts weiter geht und wie die neue Hauptprotagonistin so ist. Im zweiten Band von Joss Stirlings wundervoller Reihe, geht es in erster Linie, wie man sich denken kann, erneut um die Zusammenführung zweier Seelenspiegel. Dennoch unterscheidet sich dieser sehr vom ersten, was ich extrem gut finde, da man die beiden Bücher so nicht zu sehr miteinander vergleicht, und als Leser in eine ganz andere Geschichte eintauchen darf. 

Die mir inzwischen sehr ans Herz gewachsene Familie Benedict kämpft auch in "Saving Phoenix" auf der Seite der guten Savants. Im Fokus steht dieses mal Yves, der charmante und sehr intelligente zweit jüngste Sohn. Bei ihm sprühen im wahrsten Sinne des Wortes die Funken, da er die Kraft besitzt, das Feuer zu beherrschen. Sein übersprudelndes Temperament sorgt für so manch brenzlige Situation und ist ein Garant dafür, dass man einfach ständig grinsen muss. Yves hat eine ganz genaue Vorstellung davon, wie sein Seelenspiegel sein soll, doch Phoenix ist alles andere als das, was er erwartet hat. Dennoch spürt man von Anfang an, die machtvolle Verbindung der Beiden. Und man möchte Yves ständig dafür knutschen, dass er Phoenix so nimmt wie sie ist. Man kann sein Glück über das Finden seines Seelenspiegels mit jeder Faser seines Seins spüren.

Phoenix, kurz Phee genannt, ist ganz anders als Sky, einzig die schwierige Kindheit haben die Beiden gemeinsam. Phee weiß von Beginn an, dass sie ein Savant ist, sie "musste" ihre Kräfte niemals unterdrücken, oder gar zurückhalten. Ganz im Gegenteil, sie wurde von klein auf trainiert, diese anzuwenden und stetig zu verbessern. Phee kann die Zeit anhalten, in dem sie ihr Gegenüber bzw. eine ganze Gruppe von Menschen paralysiert. Die junge Frau lebt in einer sehr großen Community von Savants, die alle dem Seher unterstellt sind. Der Seher kann seinen Untertanen "Befehle" in ihre Gehirne einpflanzen, sodass ihnen keine andere Wahl bleibt, als diese zu befolgen, was ihm natürlich sehr viel Macht verleiht. Die Community setzt ihre zahlreichen Kräfte somit natürlich nicht für das Gute ein, daher kennt Phee auch kein anderes Leben, als eben dieses. Sie stiehlt für ihren Boss alles Mögliche und hat dabei meist sogar Spaß, weil sie darin dank ihrer Kraft unglaublich gut ist. Phee ist eine starke und liebevolle Persönlichkeit, sie hat nie eine Schule besucht, liest aber sehr viel und hat somit ein recht gutes Allgemeinwissen erlangt. Erst als Phee Yves ihrem Seelenspiegel begegnet, ändert sich ihre Sicht auf die Welt, sie erfährt was Liebe ist und fühlt sich auch zum ersten Mal nach sehr vielen Jahren wieder geliebt und verstanden.

Gemeinsam mit der gesamten Benedictfamilie inklusive Sky, beginnt für die beiden Seelenspiegel ein Kampf Gut gegen Böse, mit dem Ziel Phee aus der "Gefangenschaft" des Sehers zu befreien, sowie die Community (und ihre Verbündeten) zu zerschlagen. Mit einigen Irrungen und Wirrungen, Tränen, Angst, Verzweiflung, Wut, durch Yves Scharfsinn, aber auch mit viel Gefühl und der Macht der Liebe, erreichen sie schließlich ihr Ziel.

 Joss Stirling schafft es auch dieses mal einen mit zu reißen und zu begeistern und so leidet und freut man sich mit Phee und Yves und kann das Buch erst aus der Hand legen, wenn man mit einem glücklichen Seufzer die letzte Seite umschlägt. "Saving Phoenix" steht seinem Vorgänger in nichts nach, es ist etwas weniger "kitschig" aber denn noch sehr gefühlvoll und so locker und leicht geschrieben wie Band 1. Die Benedict-Brüder, sowie die Benedict-Eltern mischen wie ja bereits erwähnt, wieder kräftig mit und verleihen der gesamten Geschichte somit noch mehr Charme und Flair. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Phee, sodass man sofort mit ihr vertraut wird, ihr Handeln und ihre Gefühle versteht und sie so sehr schnell lieb gewinnt.  

Was ich ein wenig schade bzw. eher komisch finde, ist die Titeländerung. Im Original heißt "Saving Phoenix" "Stealing Phoenix" was meiner Meinung nach noch besser passt, da es im gesamten Buch darum geht, Phee zu "stehlen" und aus den Fängen des Sehers zu retten. Außerdem stiehlt Phee ja selbst um so ihr Überleben zu sichern. 

Fazit:

""Saving Phoenix" ist ein wundervoller eigenständiger Folgeroman, der einen begeistert und nur so durch die Seiten fliegen lässt. Mit der richtigen Menge an Gefühl, Spannung, Charme und lieb gewonnenen, charakterstarken Protagonisten sowie tollen Nebendarstellern, hat Frau Stirling es ein weiteres mal geschafft, mich sehr gut zu unterhalten. Ein Must Read für Fans des ersten Bandes, sowie für Fantasyfans im allgemeinen.

Ich vergebe 4 strahlende Flügel







Kommentare:

  1. Eine wunderbare Buchreihe der Autorin und ich bin schon sehr auf den letzten Band gespannt :-)

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    1. Oh ja ich auch, ist ja zum Glück schon bald so weit :)

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