Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

4. Dezember - Frau Schneider rettet Weihnachten


Und schon ist er da, der 4. Dezember :) 
Heute erfahrt ihr, wie Frau Schneider der kleinen Lisa ein ganz besonderes Geschenk macht.

Frau Schneider rettet Weihnachten

Die Zugehfrau war dabei den weihnachtlich dekorierten Kaminsims abzustauben, als ihr Blick in die Asche fiel. Ein weißer Zettel lag dort. Vorsichtig griff Frau Schneider danach, schüttelte den Aschestaub ab und las die Nachricht. „Lieber Weihnachtsmann. Bitte bring mir dieses Jahr keine Geschenke. Lass Papa nur Zeit für mich haben. Deine Lisa.“ Die ältere Frau erhob sich und machte sich auf den Weg zu ihrem Arbeitgeber.
Hektik schlug ihr entgegen, als sie das Büro der Werbefirma betrat. Ihr Chef schrie irgendjemanden am Telefon zusammen. An einem zweiten Schreibtisch wühlte sich ein Mitarbeiter durch einen Stapel Fotos. Ein Fernseher plärrte im Hintergrund, und ihr Chef endete sein Gespräch mit einem „Ich kündige den unfähigen Vollidioten!“. Frau Schneider räusperte sich kurz.

„Entschuldigen Sie die Störung.“ Michael von Wedel blickte auf, dann lächelte er. „Frau Schneider, was kann ich für Sie tun?“ – „Es geht um ein Weihnachtsgeschenk für Lisa“, erwiderte die Zugehfrau und spürte den kleinen Brief in ihrer Hand. „Alles schon erledigt“, tönte ihr Chef und lehnte sich in seinem Sessel zurück. „Sie hat sich nichts gewünscht dieses Jahr, also habe ich ihr ein iPad gekauft. Das neueste Modell, sie wird der Hit in ihrer Klasse sein.“ Stolz blickte er seine Angestellte an. „Lisa hat sich etwas gewünscht“, begann Frau Schneider und hielt den Zettel in die Höhe. „Ich habe das hier im Kamin gefunden.“

Verwundert stand von Wedel auf und griff nach dem geheimen Brief. Er las. Röte schoss ihm ins Gesicht und mit einer kurzen Kopfbewegung schickte er seinen Mitarbeiter aus dem Zimmer. Dann ließ er sich auf einen Sessel fallen und schwieg. „Das iPad war teuer“, sagte er schließlich, fast verteidigend. „Es ist nicht leicht, seit meine Frau…“. Er blickte aus dem Fenster und betrachtete die tanzenden Schneeflocken. Die weißhaarige Frau schwieg.

Plötzlich erschien ein Lächeln auf dem Gesicht des Witwers. "Ich bin der Chef, richtig? Also entscheide ich über meine Zeit!" Er sprang auf, öffnete die Tür zum Flur und rief in die erste Etage: Ist hier ein wunderschöne Mädchen, das mit seinem Vater auf den Weihnachtsmarkt gehen will?" Für ein paar Augenblicke geschah nichts. Dann ertönte ein Juchzen aus der ersten Etage. Ein Mädchen mit braunen Locken flog die Treppe hinunter und landete in den Armen des Vaters. "Ja, ich!" strahlte sie. Hand in Hand verließen Vater und Tochter das Haus. Leise schloss Frau Schneider die Tür zum Büro. "Fröhliche Weihnachten", sagte sie und lächelte. 

(Quelle: Weihnachtswuensche.com) 

Kommentare:

  1. *Tränchen aus dem Augenwinkel wische*
    Ja so einfach ist es, seine Kinder glücklich zu machen. In der heutigen, hektischen und immer stressigen Zeit, wo man von Termin zu Termin hetzt, sollte man sich das immer und immer wieder vor Augen halten. Kinder brauchen Nähe, Zuwendung, Liebe und vor allem Zeit.

    Lg Silke

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  2. Leider haben das viele vergessen!

    Lg Sarah

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  3. Das hat mich jetzt traurig und glücklich in einem gemacht :D Tolle und in manchen Fällen vllt auch mal wahre Geschichte. Gibts ja oft genug, dass die Kinder komplett alleine gelassen werden :/

    Hier nun mein 2. Los ;)

    Ganz liebe Grüße
    Nadine <3

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  4. Eine schöne Geschichte. Kinder sind auch ohne materielle Wünsche zufrieden zu stellen.

    Marion

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  5. Türchen 4 ist hiermit geschlossen und das was dahinter steckt, wird zwischen euch verlost <3

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