Die dreizehnjährige Fay Melody reagiert auf jegliche Art von Musik sehr empfindlich, daher trägt sie die meiste Zeit über einen Ohrenschutz. Dadurch wirkt das Mädchen in sich gekehrt, kapselt sich oft ab und tut sich so entsprechend schwer, Freunde zu finden, was sie zur Außenseiterin macht. Erst als Fay einer geheimnisvollen Melodie folgt, durch die sie letztendlich in eine magische Parallelwelt gelangt, verändert sich alles. In der Musikakademie Clef Hall, in der Musik sie stetig umgibt, da diese die allumfassende Zauberkraft ist, fühlt sich das Mädchen nicht nur wohl und verstanden, auch ihre Musikunverträglichkeit ist dort nicht mehr existent. In Jessica, genannt Jazz, findet Fay eine großartige Freundin, die ihr vorbehaltlos zur Seite steht und der sie bedingungslos vertraut. Als immer wieder seltsame Dinge geschehen und eine düstere Prophezeiung Gestalt annimmt, ist es an Fay und ihren Verbündeten, das magische Internat vor dessen Untergang zu bewahren. Denn in Fay schlummert eine ganz besondere Fähigkeit, zu der sie allerdings erst einen Zugang finden muss.
Zunächst lernte ich die dreizehnjährige Protagonistin Fay, die es aufgrund ihrer Musikunverträglichkeit alles andere als leicht hat, kennen. Da sie extrem empfindlich, auch mit körperlichen Einschränkungen, auf jegliche Musik reagiert, trägt das Mädchen meist einen Ohrenschutz. Aufgrund diesem, wird Fay von manchen Mitschülern gehänselt. So verbringt sie ihre Freizeit daher am liebsten zu Hause und in ihrem Zimmer. Fay tut sich daher auch schwer Freundschaften zu schließen, was sie wiederum zur einsamen Außenseiterin macht. Als Fay die Sommerferien gemeinsam mit ihrer Mama in New Orleans verbringen soll, ist sie darüber verständlicherweise alles andere als glücklich.
In New Orleans, fällt es Fay allerdings deutlich leichter Musik zu hören, so folgt sie auch einer ungewöhnlichen Melodie, die sie regelrecht zu locken scheint. Alsbald findet sich das Mädchen in einem Café und unter lauter gleichaltrigen wieder. Daraufhin erhält Fay auch die Chance, die in einer Parallelwelt existierende Musikakademie Clef Hall, in der die Zeit ganz anders als in der menschlichen verläuft, zu besuchen. Und auch wenn Fay glaubt, dort nicht hinzugehören und stets das Gefühl hat, es auch nicht verdient zu haben, fühlt sie sich geborgen, zugehörig, wohl und akzeptiert. Dank der temperamentvollen, unkomplizierten und einfühlsamen Jazz, ihrer Zimmermitbewohnerin, ist Fay, auch wenn sie ihre Eltern vermisst, rund um glücklich. Denn Jazz ist eine wundervolle Freundin, die Fay stets unterstützt, die an sie glaubt und in allen Belangen für sie da ist, was auf Gegenseitigkeit beruht. In Clef Hall, wird Musik nicht nur geliebt, sondern auch täglich aufs Neue gelebt und zelebriert, denn diese ist der wichtigste Grundpfeiler des magischen Internats. Auch Fay genießt die Musik in vollen Zügen, denn zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie keinerlei Schwierigkeit damit, ganz im Gegenteil. Alle Schüler*innen der Akademie fiebern dem großen Tag entgegen, an dem ihr Musikinstrument, mit dem sie nicht nur verbunden sind, sondern mit dem sie selbst Magie wirken können, sie erwählt.
Während Fay sich auch mit ihren anderen Mitschülern anfreundet und dadurch immer mehr ein Teil von allem wird, vergehen die Tage mit spannendem Unterricht und einigen Freizeitaktivitäten, wie im Flug. Einzig mit Rocky, der Fay nur allzu gerne ärgert und provoziert und dem geheimnisvollen Blue, der von den Lehrern aufgrund seiner ungewöhnlichen Fähigkeiten oft abgeschottet wird, hat sie so ihre Schwierigkeiten und weiß auch nicht, woran sie bei beiden ist. Doch als plötzlich die Instrumente von Lehrern gestohlen werden und sich eine düstere Prophezeiung zu wiederholen scheint, halten alle fest zusammen, um den oder die Übeltäter dingfest zu machen und ihr geliebtes Internat vor dem Untergang zu bewahren.
Ich mochte die Geschichte, ebenso wie Protagonistin Fay, vom ersten Moment an unglaublich gerne. Ihre Musikunverträglichkeit schränkt das Mädchen bereits deren komplettes Leben über ein, so fühlte ich sogleich mit ihr. Mir tat Fay, die auch aufgrund dieser sehr zurückgezogen und ohne Freunde lebt, sehr leid. Auch Fays Eltern, die ihre Tochter sehr lieben, beschützen und auch unterstützen, fällt es oft nicht leicht, sie zu verstehen. Fays Entwicklung in diesem ersten Band ist daher enorm, sie ist zu Anfang schüchtern und in sich gekehrt, wird im weiteren Verlauf aber immer mutiger, sie glaubt an sich und wird letztendlich auch mit einer großartigen und besonderen Gabe belohnt.
Auch die Musikakademie Clef Hall faszinierte mich vom ersten Moment an. Sie schwebt über den Wolken und strahlt Erhabenheit, gleichzeitig aber auch Gemütlichkeit aus. Die Magie, die mit dieser einhergeht, ist sehr besonders, so vergehen in der Menschenwelt nur wenige Stunden, während dort Monate ins Land ziehen. Musik in all ihren Facetten, ist der wichtigste Grundpfeiler der Geschichte, sozusagen der Motor und Antrieb, was ebenfalls richtig schön ist. Evergreen, die magische Stadt unter den Wolken, wird in diesem ersten Band nur erwähnt, auf die Erkundung dieser im zweiten, bin ich daher sehr gespannt.
Die Story ist somit auch von Beginn an interessant, und wird im weiteren Verlauf auch herrlich spannend und mitreißend. Ich rätselte gemeinsam mit Fay und ihren Freunden und Verbündeten mit, wer hinter den Diebstählen und all den anderen unschönen Ereignissen steckt. Ich habe einige Zeit gebraucht und wusste so auch erst kurz vor der Enthüllung, wer besagte Person ist. So gipfelt die Geschichte auch in einem tollen und einnehmenden Showdown, der definitiv neugierig auf den Folgeband macht, auf den ich mich bereits jetzt sehr freue.
Absolut wundervoll finde ich auch die Freundschaft zwischen Jazz und Fay, die beiden ergänzen sich nicht nur gut, sie nehmen die jeweils andere auch genau so, wie sie ist. Die Mädchen halten felsenfest zusammen und sind dadurch auch schnell ein eingespieltes Team. Extrem spannende Charaktere sind natürlich auch Blue und Rocky, die beide Geheimnisse, aber auch Ecken und Kanten haben, und mir gerade deshalb, auch sehr gefallen.
Die Lehrer sind zum Teil speziell und extrem facettenreich, sowohl in ihrer Größe, als auch in ihrem auftreten und tun, das wiederum macht sie allesamt extrem interessant. Deren Verhalten gegenüber den Schüler*innen ist sehr unterschiedlich, aber alle hängen definitiv an der magischen Akademie, daher bilden sie die zukünftigen Musikmagier mit Herzblut aus.
Während der kompletten Lesezeit lernte ich zu den bekannten auch viele Musikinstrumente kennen, von denen ich bis dato noch nie etwas gehört habe. Das eine oder andere Instrument, habe ich mir daher im Internet sogar angesehen, was auf jeden Fall Spaß gemacht hat.
„Fay Melody – Die magische Musikakademie“ von Anastasia Braun ist der Auftaktband einer bezaubernden und einnehmenden Reihe, die die Geschichte der dreizehnjährigen Fay, die bis zur Aufnahme in besagtes Internat unter einer Musikunverträglichkeit leidet, erzählt. Dort erfährt sie nicht nur, wie wertvoll ehrliche Freundschaft und uneingeschränkter Zusammenhalt sind, sondern auch wie besonders und einnehmend Musik und die darin enthaltene Magie, ist. Als plötzlich, und wie auch bereits vor zehn Jahren, Musikinstrumente verschwinden und sich eine dunkle Prophezeiung zu wiederholen beginnt, liegt es an Fay, ihren Freunden und Verbündeten, Clef Hall, ihr liebgewonnenes zu Hause, sowie die komplette magische Welt zu beschützen und zu retten.
Ich hatte großartige Lesestunden und vergebe daher 5/5 Flügel/Schwingen für diesen tollen ersten Band!
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.


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