Auf der Insel Ramoa leben die Menschen hinter gesicherten Stadtmauern, die sie nur äußerst selten verlassen, da außerhalb jede Menge Biester leben und ihr Unwesen treiben. Doch als die dreizehnjährige Kayla ihren Pangron Faro, ein treues Flügelwesen, durch eine Entführung verliert, macht sie sich sofort auf die Suche nach ihm. In der Wildnis trifft sie auf die junge Heilerin Alethea und auf Rustus, einen verstoßenen Krieger. Da sie alsbald dasselbe Ziel eint, tun sich die drei Teenager zusammen. Sie trotzen gemeinsam allen Gefahren und angriffslustigen Kreaturen und lernen mehr über die unheilvollen Seuche, die für alle Bewohner gleichermaßen totbringend ist. So geben die drei alles, um ihre Insel vor dem Untergang zu bewahren.
Da der Auftaktband und somit „Beastlands - Schattenflügel“ von Jess French nach einer tollen und spannenden Geschichte klang, habe ich mich sehr aufs Lesen gefreut.
Zu Beginn lernte ich die drei unterschiedlichen Protagonisten, Kayla, Alethea und Rustus kennen, die zwar alle auf der Insel Ramoa, dort aber auf unterschiedlichen Teilen dieser, leben. Während Kayla in Sophienstadt wohnt und dort zur Wächterin an der Himmelsakademie ausgebildet wird, absolviert Rustus in Ataria eine Ausbildung um Teil des atarischen Heeres zu werden. Im sogenannten blauen Bezirk, dem ärmsten Teil dieser Stadt wiederum, arbeitet Alethea, nach dem ihr Vater an der Plage gestorben ist, als deren einzige Heilerin und versucht alles, um ein Mittel zur Bekämpfung dieser neuartigen Krankheit zu finden. Die beiden Städte und somit natürlich deren Bewohner, können sich nicht leiden, so leben sie abgeschottet von den jeweils anderen hinter gigantischen und gesicherten Stadtmauern, die sie kaum je verlassen.
Als Pangron Faro, Kaylas treues Flügelwesen, das den Wächtern und Kadetten als Reittier und gleichermaßen als tierischer Partner dient, entführt wird, steht für die dreizehnjährige Einzelkämpferin sofort fest, dass sie ihren einzigen Freund, unbedingt retten muss. Rustus, dem es zuwider ist Tieren etwas zuleide zu tun, besteht die Glutweihe und somit seine letzte Prüfung nicht, weil er einem Freund hilft. Das hat zur Folge, dass er aus der Stadt verstoßen und nach Beastland, dem gefährlichen Ödland außerhalb der Städte, gebracht wird. Alethea wiederum schleicht sich heimlich davon, da sie in Beastland Essigkraut, eine Pflanze, suchen möchte, die ihre ebenfalls an der Plage leidende Großmutter und auch alle anderen Erkrankten, retten könnte.
In Beastland, wo all die Wesen und Kreaturen hausen, die bisher noch nicht von den Menschen vernichtet und ausgerottet wurden, treffen die drei ungleichen Teenager durch Zufall und durch die Verkettung einiger Ereignisse, das erste Mal aufeinander. Sie beschließen gemeinsam weiterzuziehen, da sie auf dem Frostberg und von den dort lebenden Menschen antworten, nicht nur nach dem Verbleib von Faro, sondern auch in Bezug auf die Plage bekommen sollen. Rustus, Alethea und Kayla verfolgen zwar zu Beginn nicht das gleiche Ziel, finden während ihrer Mission aber Dinge heraus, die sie einen, die ihnen zum Teil einen neuen Lebensweg zeigen und die sie zu Freunden werden lassen.
Die drei sind grundverschieden und doch werden sie im Verlauf der Geschichte ein wirklich gutes Team. Rustus und Alethea mochte ich von Anfang an unglaublich gerne, beide sind herzlich, liebe- und gefühlvoll, ehrlich und sorgen und kümmern sich um andere. Kayla empfand ich als ziemlich anstrengend, sie ist launisch, stur, oft am Meckern und vor allem zu Beginn auch sehr verschlossen. Sie lässt auch lange niemanden an sich heran, so haben es Alethea und Rustus nicht wirklich leicht mit ihr, dennoch begegnen die beiden Kayla stets mit Verständnis. Erst spät ändert Kayla ihr Verhalten und das, als ihr richtig bewusst wird, wie toll es ist Freunde zu haben. Ich hoffe sehr, dass sie im zweiten Band nicht mehr so nervig ist und zu einer Protagonistin wird, die ich gerne mag und auch in allen Belangen verstehen kann.
Sehr spannend und interessant sind auch die zahlreichen, verschiedenen Pflanzen und Kreaturen, die es in Beastland zum Glück nach wie vor gibt. Die Auswirkungen mancher Pflanzen sind enorm und die Kräfte der Wesen wunderbar vielfältig, was mir richtig gut gefällt. Ganz besonders Faro hat es mir definitiv angetan. Am Ende des Buches gibt es ein Bestiarium der Geschöpfe, was richtig toll ist, da man sich diese nicht nur anschauen, sondern auch alles über sie nachlesen kann.
Eine Prophezeiung hält die drei Teenager zusätzlich auf Trapp, so wirken sie dieser bereits etwas entgegen, was ebenfalls großartig mitzuverfolgen war. Auch in Bezug darauf, bin ich bereits sehr neugierig auf den Folgeband. Was besagte Krankheit aka die Plage ausgelöst hat bzw. wer dahintersteckt, konnte ich schnell erahnen, das tat meiner Lesefreude aber keinen Abbruch. Zumal auch dies „nur“ ein Teil von etwas viel Gewaltigerem und Größerem ist.
Die Welt, in der die drei Kinder leben ist generell sehr hart, die Stärkeren regieren und sind dabei unerbittlich und skrupellos, die Schwächeren haben in dieser definitiv oft das Nachsehen. Umso schöner ist es, dass es auch noch tolle Menschen und Charaktere, allen voran Marquis, den fahrenden Händler, der Alethea, Kayla und Rustus stets mit Wärme und Herzensgüte begegnet und der in der Geschichte ebenfalls eine größere Rolle spielt, gibt. Selbstverständlich gibt es auch einige Figuren in der Geschichte, die böse sind und die Macht über Ramoa, alle dort lebenden Menschen und Geschöpfe an sich reißen wollen, und das mit allen Mitteln.
Beastland finde ich großartig, auch wenn es dort wilder als in den Städten zugeht und es, auch dank der Wesen, dort definitiv gefährlicher und rauer ist. Im Gegenzug dazu, ist die restliche, von den Städten losgelöste Insel, aber auch wunderschön. Die dort lebenden Menschen sind viel freier und müssen sich längst nicht so strengen Regeln fügen. Die drei Protagonisten passen dort richtig gut hin.
Ich freue mich sehr auf Band zwei, denn die Reise der drei neuen Freunde ist noch längst nicht vorbei, ganz im Gegenteil, diese hat gerade erst begonnen. So liegen auf jeden Fall noch viele weitere Herausforderungen vor Alethea, Rustus und Kayla.
„Beastlands - Schattenflügel“ von Jess French ist der Auftaktband einer faszinierenden Reihe. Die Jugendlichen Rustus, Alethea und Kayla, begeben sich aufgrund unterschiedlicher Ereignisse ins gefährliche Ödland aka Beastland. Sie schließen sich zusammen, da sie zu Beginn zwar nicht die selben Intentionen, aber dasselbe Ziel haben. Während ihrer gemeinsamen Reise durch das Unbekannte, treffen sie nicht nur auf Verbündete, sondern auch auf skrupellose Widersacher und auf die unterschiedlichsten Geschöpfe, sie finden den Ursprung der Plage und erfahren unglaubliche Dinge, die sie zum Handeln zwingen und als Team zusammenschweißen. Doch all dies, ist erst der Anfang, so stehen die drei alsbald vor weiteren ungeahnte Herausforderungen, denen sie sich aber tapfer, mutig und voller Tatendrang stellen bzw. stellen werden.
Ich vergebe für diesen spannenden ersten Band 4,5/5 Flügel/Schwingen!
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.



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