Da ich bereits die ersten beiden Bänder der Reihe unglaublich gerne mag, habe ich mich sehr aufs Lesen des Dritten und somit auf „Flora Magica - Die Macht der Weltenweide“ von Vanessa Walder gefreut.
Und da mir auch die beiden Zwillingspaare Avia und Zacharias sowie Tierra und Sol inzwischen definitiv an Herz gewachsen sind, war ich gespannt auf deren weitere Erlebnisse in Bergklammheim und mit ihren magischen Pflanzen. Inzwischen hat der Sommer Einzug gehalten, den die Kinder auf den weitläufigen Ländereien in vollen Zügen genießen. Sie durchstreifen die herrlichen Gärten, sitzen abends gemeinsam mit den Erwachsenen am Lagerfeuer und segeln über den Saphiersee. Als dann auch noch Gabriela Maria Cunabula, die Mutter von Sol und Tierra, zu Besuch kommt, könnte die Freude von allen Seiten, nicht größer sein.
Doch dann erfahren Sol und Tierra, die die Nachtschatten daraufhin um ein Treffen im Hauptquartier in London bitten, von einer Pflanze, die alle Krankheiten heilen soll, was für deren Mum, die an Multipler Sklerose erkrankt ist, schnelle Linderung und Heilung verspricht. Tierra und Sol sind natürlich Feuer und Flamme und wollen unter allen Umständen an besagten Pflanzensamen herankommen. Den kompletten Sommer über träumen die beiden Zwillingspaare außerdem immer wieder denselben Traum, an den sie sich nur in einigen Situationen flüchtig erinnern können und der ihnen unterbewusst Angst macht. Auch Sukkulente und Gedankenfresser Nox hat plötzlich unerklärliche Aussetzer, die sich weder er, noch die Kinder, erklären können. All diese Geschehnisse, scheinen irgendwie miteinander in Verbindung zu stehen.
So hält dieses Finale einige überraschende Wendungen und Rätsel bereit, die es zu entschlüsseln gilt. Die vier jungen Cunabulas stehen vor der wohl größten und schwierigsten Herausforderung ihres Lebens. Es gibt hier kein „richtig“ und kein „falsch“ und doch müssen die Kinder Entscheidungen treffen, an denen sie zerbrechen und gleichermaßen wachsen. Denn wie weit jede(r) Einzelne für etwas unschätzbar Wertvolles bereit ist zu gehen und was moralisch und ethisch vertretbar ist, kann auch nur jede(r) für sich selbst entscheiden. So ist dieser letzte Band noch tiefgreifender und zu Herzen gehender als die beiden Vorgänger. Vanessa Waldner gibt wertungsfreie Denkanstöße, so werden Vor- und Nachteile abgewogen und verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen, die wiederum das Verhältnis der Kinder nachhaltig verändern könnte.
All das ist sehr fesselnd und einnehmend, daher konnte ich das Buch auch kaum aus der Hand legen. Ich konnte wirklich alle vier Cunabula-Kids verstehen und überlegte während des Lesens, was ich tun, und wie ich entscheiden würde, was je nach Ausgangslage, definitiv nicht leicht ist. Nicht nur dadurch, sondern natürlich auch wegen all der anderen Komponenten, allen voran durch die magischen Pflanzen und durch die restlichen Charaktere, wie die erwachsenen Cunabulas, Reinhold und Zdenka, Killian und sein Vater Adam, sowie Familienfreund und Anwalt Fidas Berg und die Nachtschatten, die ebenfalls alle einen wichtigen Part in der Geschichte einnehmen, ist die Handlung mitreißend, atmosphärisch und mystisch zugleich.
Das grandiose Österreich- und Alpen-Setting und die wundervoll beschriebene Natur und die Auszüge aus Floras Buch, das echte und fiktive Pflanzenbeschreibungen enthält, tun natürlich ebenfalls ein Übriges, um zu fesseln. Dank der Trilogie weiß man als Leser*in die Wunder der Natur, die in dieser noch magischer als in echt sind, noch viel mehr zu schätzen. Die Autorin hat ein sehr fundiertes und umfangreichen Pflanzenwissen was rund um faszinierend ist.
Absolut begeistert bin ich nach wie vor von Zacharias, Avia, Sol und Tierra, die mit ihren zwölf Jahren schon so viel Verantwortung tragen, ihre Bestimmung am Ende noch einmal mehr annehmen und bis tief im Inneren spüren. So ist auch das Ende tiefgreifend, zum nachdenken anregend, authentisch und wundervoll.
Absolut traumhaft sind auch die unglaublich realistischen schwarz-weiß Illustrationen von Marie Beschorner, die zuhauf im Buch zu finden sind. Ganz besonders die Menschen und Nox, sind so authentisch dargestellt, das sie im Gedächtnis bleiben.
„Flora Magica - Die Macht der Weltenweide“ von Vanessa Walder ist das Finale einer fantastischen und einnehmenden, magischen und faszinierenden Trilogie. In diesem letzten Band müssen sich die Urenkel von Flora Cunabula und somit Avia, Zacharias, Tierra und Sol ihrer wichtigsten und schwersten Prüfung und Herausforderung stellen, denn der Samen einer Pflanze könnte Gabriela Maria Cunabulas Krankheit heilen. So müssen letztendlich alle vier Kinder eine Entscheidung treffen, die nicht nur sie, sondern all ihre Liebsten und viele weitere Menschen, involviert und betreffen. All das wiederum bescherte mir einnehmende, mitreißende, gefühlvolle und emotionale Lesestunden.
Daher vergebe ich für dieses berührende Finale 5/5 Flügel/Schwingen!
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.


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