Die wunderschöne Aufmachung und somit das traumhafte Cover und der ebenso grandiose Farbschnitt von „The Sleepless“ von Jen Williams haben mich sofort begeistert. Und da auch der Inhalt großartig klang, war ich sehr gespannt auf die Geschichte.
Zu Beginn lernte ich die junge Elver, die einer bösartigen Magierin und einer ganzen Stadt als Menschenopfer dient, kennen. Doch bevor Elver stirbt, wird sie von der Schlangenkönigin gerettet und verwandelt. Einige Jahre später fließt daher das Gift der Schlange in der inzwischen Siebzehnjährigen, weshalb Menschen, die sie berührt starke Schmerzen erleiden oder sogar ihr Leben verlieren können. Elver ist dies einerlei, da sie seit ihrer Erweckung zur Jih aka zum Monster zurückgezogen im Wald mit allerlei magischen Wesen, die ebenfalls unter dem Schutz der Schlangenkönigin stehen, ein neues Zuhause gefunden hat. Ihre Abscheu gegenüber den Menschen ist, da diese nichts getan haben, um ihr zu helfen, groß. So ist Elver auch sehr erzürnt darüber, als es ein vermeintlicher Menschenjunge nicht nur wagt in ihren Jih-Wald einzudringen, sondern auch noch ein Jungtier zu stehlen. Auf Geheiß der Schlangenkönigin folgt sie ihm, um den Keltraxia-Welpen zurückzuholen.
So lernt Elver zunächst Artair kennen und erfährt von der schwierigen Lage, in der er steckt. Und auch wenn sich eigentlich alles in ihr sträubt, tüfteln die beiden einen neuen und gewagten Plan aus, um seine Mit-Novizen zu befreien. Daher dauert es auch nur bis zur folgenden Nacht, bis Elver auf Lucian trifft. Denn Artair ist ein sogenannter Schlafloser, sein Körper wird daher Nacht für Nacht bzw. sobald er einschläft, von einem bösen und gefährlichen Geist übernommen. Er und besagter Geist, Lucian, teilen sich somit seinen Körper. Elver ist entsprechend vorsichtig, was den Umgang mit Lucian betrifft, doch auch von ihm erfährt sie im Laufe der Geschichte Dinge, die auch ihn in ein anderes Licht rücken. So befinden sich die drei, die auch immer wieder auf weitere Weggefährten und Verbündete treffen, in einem fesselnden Abenteuer, denn hinter ihrer gemeinsamen Zeit und Reise steckt noch so viel mehr.
Die Dynamik der drei ist absolut genial. Hitzige Wortgefechte, Streitigkeiten, aber auch ruhige und berührende Momente und generell jegliche Art von Emotionen, sind zuhauf vertreten, sodass ich unglaublich viel Spaß dabei hatte, dieses ungleiche Trio zu begleiten. Artair, der es nicht besser weiß, fürchtet sich lange Zeit vor seiner anderen Hälfte und erfährt erst durch Elver Lucians Namen und weitere Dinge über ihn. Und auch wie es dazu kam, dass Lucian und Artair sich dessen Körper teilen und was damals wirklich geschah, erfährt das unfreiwillige Team und somit auch die Leser*innen, erst im weiteren Verlauf. Artair, der bisher ein recht eintöniges und sehr eingegrenztes Leben im Kloster kannte, blüht während all der Zeit in Freiheit regelrecht auf. Er fühlt sich beinahe von Beginn an zu Elver hingezogen, die ihn zu Anfang aber ziemlich schroff und als lästige Notwendigkeit behandelt. Und auch Lucian, der dank Elver ebenfalls wieder frei sein kann, mag das ungewöhnliche Mädchen gerne. Auch Elver lassen ihre beiden Weggefährten, die sie tatsächlich auch berühren kann, ohne dass diesen etwas geschieht, keineswegs kalt, ganz im Gegenteil. Die Liebesgeschichte, wenn man diese denn bereits so bezeichnen kann, ist sehr dezent, was aber wunderbar zur Gesamtstory, in der ganz andere Dinge im Fokus stehen, passt.
Die Geschichte wird auch im Wechsel von Elvar, Artair und Lucian erzählt, was mir richtig gut gefiel, da ich so deren Gefühle und Gedanken hautnah miterleben konnte. Die drei sind jede(r) für sich genommen grandiose Persönlichkeiten, authentisch und faszinierend.
Das Worldbuilding ist tatsächlich gar nicht so leicht zu verstehen, denn nicht nur die Schlangenkönigin, sondern noch einige weitere Götter bestimmen, was im Land geschieht. Diese bekriegen sich stellenweise oder wollen sich zumindest übertrumpfen. Menschen, Magiebegabte und verschiedene Gruppierungen wiederum dienen einem Gott, huldigen diesem und führen dessen Wünsche und Befehle aus. Hier hätte ich es definitiv toll gefunden, noch mehr Hintergrundinformationen und Erklärungen zu bekommen. Spannend und unterhaltsam sind die Szenen mit den Göttern und vor allem mit ihren Anhängern aber natürlich trotzdem.
Besonders ins Herz geschlossen habe ich den kleinen Keltraxia-Welpen der mit Elvar sprechen kann, was berührende und vor allem auch viele lustige Momente mit sich bringt. Es gefällt mir generell extrem gut, dass es diverse Kreaturen und jede Menge Magie in dieser Welt gibt. So ist auch die Geschichte fesselnd, atmosphärisch, mitreißend und herrlich unterhaltsam. Das Ende und damit verbunden auch einige interessante Wendungen, machen unglaublich neugierig auf den zweiten Band der Dilogie.
„The Sleepless“ von Jen Williams ist der Auftaktband einer einnehmenden Fantasydilogie, die die Geschichte der Jih Elvar und ihrer beider Gefährten Lucian und Artair, die sich, da Artair ein sogenannter Schlafloser ist, dessen Körper teilen, erzählt. Die zwei/drei treffen unfreiwillig aufeinander als Artair, der seine Mit-Novizen retten möchte, einen Keltraxia-Welpen aus dem geheimnisvollen Jih-Wald entführt, was Elver, dessen Hüterin, so gar nicht gefällt. Aufgrund diverser Umstände und Verstrickungen, begeben sich Elvar und Artair, sowie gezwungenermaßen auch Lucian, auf eine gefährliche Mission, die es in sich hat, denn hinter dieser steckt noch so viel mehr als die drei ahnen. Ich hatte viel Spaß dabei, dieses ungleiche Trio zu begleiten und tiefer in deren Welt, über die ich mir noch mehr Hintergrundinfos gewünscht hätte, einzutauchen.
Daher vergebe ich für diesen ersten, großartigen Band 4,5/5 Flügel/Schwingen!
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.



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