Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

Paulas Papier-Labyrinth - Lena Havek - Rezension

Verlag: Planet!
Hardcover
ISBN: 978-3-522-50784-4
 Seiten: 175
Preis: 12,00 €
Übersetzung: -
Illustrator(in): Alexandra Helm
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Das Mietshaus, in dem Paula mit ihren Eltern lebt, soll verkauft werden, was dieser überhaupt nicht gefällt, da ihr geliebter Skater-Park direkt um die Ecke liegt. Auch der Antiquariatsbesitzer der im Erdgeschoss seinen Laden betreibt, trifft dies sehr. Als Horatius Helfrich sogar im Krankenhaus landet, verbündet sich Paula mit dem bücherliebenden Chung, der ebenfalls im Haus lebt und viel Zeit im Antiquariat verbringt. Gemeinsam begeben sich die Kinder auf die Suche nach einem Schatz, dessen Aufenthaltsort anhand von Koordinaten in fünf Büchern, die bedingt durch ein Missverständnis in der ganzen Stadt verstreut sind, zu finden ist. Ihr Weg führt die Kinder in ein Schloss, auf einen Flohmarkt, in eine Bibliothek, ein Tattoostudio sowie in ein Museum, sodass diese ein tolles und magisches Abenteuer erleben.   
 

 Da ich Bücher, in denen es um Bücher geht unglaublich gerne lese, war schnell klar, dass "Paulas Papierlabyrinth" von Lena Havek bei mir einziehen muss.

Paula hat zu Beginn wenig mit Büchern zu tun und greift, wenn sie lesen möchte, eher zu E-Books. Sie liebt es Skateboard zu fahren und stellt ihre gewagten Stands und Fahrten online, was ihr viele Klicks und Likes bringt. Sie ist eine kleine Streunerin und verbringt viel Zeit im Skatepark, direkt um die Ecke ihres zu Hauses.
 
Doch als das Mietshaus, in dem sie mit ihren Eltern und anderen Parteien wohnt, verkauft werden soll, wird Paula aktiv. Denn als ihr alter Nachbar Horatius Helfrich, dem das Antiquariat im Erdgeschoss gehört, wegen des Schocks darüber ins Krankenhaus muss, tut sich Paula mit Chung zusammen. Dieser ist ein ziemlich netter und schlauer Büchernerd, der viel Zeit in Herrn Helfrichs Laden verbringt. Der ältere Herr, bittet die Kinder einen Schatz aus einem Bankschließfach zu holen, der den Verkauf verhindern soll. Die Koordinaten für das Bankschließfach wiederum, befinden sich in fünf Büchern, die bedingt durch einen Vorfall, in den Paula involviert ist, nun in der ganzen Stadt verteilt sind.

So machen sich die beiden Kinder auf Paulas Skateboard und mit Herrn Helfrichs Äffchen Kati, auf die Jagd nach den besagten Büchern, die sich unter anderem auf einem Flohmarkt, in einem Tattoostudio, in einer Bibliothek, auf dem Wertstoffhof, einem Schloss und in einem Museum befinden. So verschlägt es die Kinder nicht nur in die unterschiedlichsten Locations, sie treffen auch auf einige Leute, was die Suche sehr unterhaltsam gestaltet. 

Ich mochte Paula, die im Laufe der Geschichte immer mehr ihre Freude an Büchern entdeckt, von Beginn an total gerne. Sie ist ein taffes, sehr cooles und herzliches Mädchen, das sich nicht unterkriegen lässt. Auch Chung ist toll, er hilft Herrn Helfrich im Antiquariat, hat ein feines Gespür, ist eher schüchtern und ruhig und liebt Bücher und Erzählungen sehr. Trotz ihrer Unterschiede, werden die Kinder schnell zu einem guten Team und später auch zu Freunden. 

Gemeinsam schaffen es die Beiden natürlich die Bücher aufzutreiben, die Koordinaten zu entschlüsseln und auch den Schatz zu bergen. Ich hatte eine Idee, um was es sich bei diesem handeln könnte und lag sogar zum Teil richtig. Aber das, was sich letztendlich dahinter verbirgt, und was Paula und Chung herausfinden, lässt die Story, und vor allem das Ende, nochmals in eine ganz andere Richtung gehen, mit der ich nicht gerechnet habe. Diese Pointe kam somit definitiv überraschend und sorgt für eine herrliche Prise Magie.
 
Auch Horatius Helfrich und sein Äffchen Kati, die beide definitiv speziell, aber unglaublich liebenswert sind, gefielen mir. Kati ist wahnsinnig clever und eine richtige Spürnase, warum dies unter anderem so ist, erklärt sich zum Teil ebenfalls durch die Schlussszenen. 

Ich hatte viel Freude mit diesem zauberhaften Buch und dabei Paula, Chung und Kati bei ihrer Büchersuche zu begleiten. Auch die Orte, die die Kinder und das Äffchen besuchen, sind schön abwechslungsreich. Oft gelingt es dem Trio allerdings, die Bücher zu leicht/zu schnell und ohne Konsequenzen wieder zu bekommen, hier hätte ich mir noch ein paar mehr Hindernisse, die sicher auch jüngeren Leser*innen gefallen würden, gewünscht. 

Absolut wundervoll ist natürlich der Aspekt, dass sich in diesem Buch so ziemlich alles um Bücher dreht. Außerdem zeigt die Story auch, dass Kinder sowohl ein sportliches Hobby haben und dennoch Bücher toll finden können, und gerne lesen. Oft werden Bücher-liebende Klischeehaft dargestellt, was auch Chung ein Stück weit erfüllt. 

Der Schreibstil von Lena Havek ist wunderbar flüssig und absolut angenehm, sodass sich das Buch sehr gut lesen lässt. Die zauberhaften schwarz-weiß Illustrationen von Alexandra Helm, die auch das Cover gestaltet hat, gefallen mir sehr. Diese spiegeln den Inhalt wunderbar wieder.

"Paulas Papierlabyrinth" von Lena Havek ist ein sehr unterhaltsames Kinderbuch, das die Geschichte von Paula und Chung erzählt, die sich auf eine spannende Bücherjagd begeben, um dadurch wiederum einen Schatz zu finden, damit sie das Mietshaus, in dem sie mit ihren Familien leben und in dem sich auch ein Antiquariat befindet, vor dem Verkauf bewahren können. Ich hatte definitiv Spaß beim lesen und suchen der Hinweise und Koordinaten und dabei, die beiden Kinder zu begleiten. 

 

Daher vergebe ich 4,5/5 Flügeln für dieses schöne Buch! 

 



 

 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

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