Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

Nächster Halt: Mord - Alexandra Fischer-Hunold - Rezension

Verlag: ueberreuter
Klappbroschur
ISBN: 978-3-7641-7157-5
Seiten: 334
Preis: 18,00 €
Übersetzung: -
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Millie ist überglücklich als sie ihre Schwester Rachel wenige Tage vor Weihnachten auf der Jungfernfahrt des „Golden Highlander“, einem nostalgischen Luxuszug, begleiten darf. Auf der dreitägigen Reise soll die junge Journalistin für ihre Zeitung eine Reportage, über die Menschen, die diese Reise antreten, schreiben. Während draußen der Schnee fällt, der sich alsbald zu einem gigantischen Schneesturm entwickelt, mehren sich die mysteriösen Zwischenfälle. Als dann noch jemand tot aufgefunden wird, wird den Schwestern bewusst, dass sich unter ihren Mitreisenden ein Mörder befindet, dem niemand an Bord des Zuges entkommen kann. 

Da ich ein absoluter Fan der Cozy-Crime-Bücher von Alexandra Fischer-Hunold bin, habe ich mich unglaublich aufs Lesen ihres neuesten Weihnachtskrimis und somit auf „Nächster Halt: Mord“ gefreut.

Die junge Journalistin Rachel bekommt die Chance eine Reportage über die Jungfernfahrt des „Golden Highlander“, einem nostalgischen Luxuszug und über die an der dreitägigen Reise teilnehmenden Passagiere zu schreiben. Als Begleitperson nimmt sie Millie, ihre jüngere 16-jährige Schwester mit. Millie kann ihr Glück kaum fassen, denn der gigantische Zug ist nicht nun im Stil der 20er Jahre eingerichtet, sie darf während der Reise auch im absoluten Luxus schwelgen, was ansonsten nur den reichen und prominenten Persönlichkeiten, die sich sicher auch an Bord befinden, vorbehalten ist. Zusätzlich dazu, findet die Reise auch noch wenige Tage vor Weihnachten, ihrer liebsten Zeit des Jahres, statt. Zu Beginn genießen die beiden Schwestern die Zugfahrt in dem prunkvoll eingerichteten "Highländer", der durch herrlich verschneite Winterlandschaften fährt und die Gesellschaft der interessanten Mitreisenden sehr.

Doch der schöne und magische Schneefall entwickelt sich zu einem regelrechten Sturm inklusive Schneeverwehungen, die den Zug mitten im Nirgendwo zum Anhalten zwingen. Der Funkkontakt zur Außenwelt bricht ab, sodass die Reisenden auf sich alleine gestellt sind. Da auch der Eigentümer des „Golden Highlander“ inklusive Gattin und kleiner Nichte mit an Bord sind, scheint die Lage zunächst dennoch unter Kontrolle. Doch dann geschehen immer wieder mysteriöse und seltsame Dinge und eine Person wird tot aufgefunden. Zusammen mit dem jungen Stewart James, und später auch gemeinsam mit Rachel, beginnt Millie zu ermitteln.

Die Atmosphäre und das stimmungsvolle Ambiente des im Stil der 20er Jahre eingerichteten „Golden Highlander“, dessen herrlich schöne und üppige Weihnachtsdekoration sowie der fallende Schnee, haben mich sofort in den Bann gezogen. Die Autorin hat es umgehend geschafft, mich zu verzaubern und neugierig zu machen. Nachdem ich alle an Bord befindlichen Reisenden sowie das Personal kennengelernt habe, begann ich sofort zu rätseln, wer von den Passagieren sterben könnte. Schnell war mir dann auch klar, wer das unglückliche Opfer sein würde.

In Hommage an Agatha Christie und in Anlehnung an ihren „Mord im Orientexpress“ und in gewohnter Manier, kommen die meisten Mitreisenden als Täter*innen in Frage, da diese auf jeden Fall ein Motiv haben. Denn so, wie ich es auch von der Autorin extrem schätze, gibt es unter den Personen jede Menge Verstrickungen, die Teils von Anfang an ersichtlich sind, sich aber auch oft erst im weiteren Verlauf zeigen. Tatsächlich empfand ich eine der Verwicklungen als zu konstruiert, auch wenn diese für den weiteren Verlauf benötigt wird. Ein wenig gestört hat mich auch, dass es zusätzlich zu allen vorkommenden Personen noch mindestens einen Lokführer/eine Lokführerin und einen Koch/eine Köchin geben muss, die im Gegensatz zum restlichen Personal aber nie in Erscheinung treten, theoretisch aber ebenfalls in den Mord hätten verwickelt sein können. 

Nach besagtem Mord nimmt die Geschichte an Fahrt auf, es gibt unerwartete Wendungen und diverse Fährten, die die beiden Schwestern verwirren und die sich als falsch erweisen.

Ich habe es daher definitiv genossen, die beiden Schwestern und James bei ihren Ermittlungen zu begleiten, Dinge und Zusammenhänge aufzudecken, mit ihnen nachts durch dunkle Flure und Abteile zu schleichen, Gespräche heimlich zu belauschen und Schlussfolgerungen zu ziehen. Ich mochte Protagonistin Millie, die sich als brauchbare Hobbydetektivin entpuppt, obwohl sie Krimis eigentlich nicht mag, auch total gerne. Allerdings war sie mir stellenweise zu naiv und zu wankelmütig. Denn, sobald sich eine Spur, die den vermeintlichen Täter offenbart, als richtig zu erweisen scheint, ist für sie sofort klar, wer den Mord begangen hat. Und das, wiederholt sich mehr als einmal.

Auch ich überlegte natürlich fieberhaft, wer der Mörder sein könnte. Einige der an Bord befindlichen Personen, konnte ich, sowie auch das Ermittlerteam James und Millie, ausschließen, bei anderen hingegen war auch ich mir nicht sicher. Doch mit der Zeit, grenzt sich die Anzahl der möglichen Täter ein, sodass ich letztendlich einen Verdacht hatte, der sich als richtig herausgestellt hat. Gespannt wegen des Motivs und auch wegen der finalen Auflösung, war ich aber dennoch sehr. Es werden auch einige Geheimnisse gelüftet, was ebenfalls toll und extrem interessant ist, weshalb ich mit dem Ende auch auf jeden Fall zufrieden bin.

Selbstverständlich spielen auch die Gefühle der Reisenden, auch in Bezug auf die Ermittlungen, eine größere Rolle. Die Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein, so befindet sich eine bunte Mischung an schrägen, seltsamen, lustigen, rund um netten und auch charmanten Menschen an Bord, was einfach großartig ist. Ich mag es unglaublich gerne, wie die Autorin ihre Figuren anlegt und wie diese miteinander agieren.

Insgesamt hatte ich daher viel Spaß bei Lesen des Buches, ich habe das wunderbar nostalgische Setting und die vielen weihnachtlichen Elemente, die stets herrlich integriert werden, geliebt. Daher hoffe ich sehr, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Weihnachtskrimi aus der Feder von Alexandra Fischer-Hunold geben wird, der mir die Weihnachtszeit versüßt und spannender macht. Denn das Lesen eines ebensolchen wäre definitiv eine tolle Tradition. 


 „Nächster Halt: Mord“ von Alexandra Fischer-Hunold ist ein weiterer großartiger und atmosphärischer Weihnachtskrimi der Autorin. Inmitten einer herrlich nostalgischen Kulisse des LuxuszugesGolden Highlander“ geschieht, fernab, da dieser dank Schneeverwehungen mitten im nirgendwo gestrandet ist, ein Mord. Protagonistin Millie ermittelt gemeinsam mit Schwester Rachel und Steward James, was einige kuriose Verwicklungen, Vermutungen, Recherchen und spannende Momente mit sich bringt. Ich hatte definitiv meine Freude beim miträtseln, kombinieren, abwägen und kennenlernen der verschiedene Charaktere, die das selbsternannte Ermittlerteam nur allzu gerne unter die Lupe nimmt. Protagonistin Millie war mir in Bezug auf den Täter etwas zu wankelmütig und besonders eine Verstrickung empfand ich als zu konstruiert. Abgesehen davon habe ich das Lesen aber definitiv genossen.  

 

 Ich vergebe ich 4/5 Flügel/Schwingen für den neusten, tollen Weihnachtskrimi der Autorin. 

 

 



 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.  

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