Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

To Love a God - Anna Benning - Rezension

Verlag: Fischer Sauerländer
Hardcover
ISBN: 978-3-7373-4404-3
Seiten: 492
Preis: 21,90 €
Übersetzung: -
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Aurora, Colden und die anderen, sind nach wie vor auf der Flucht. Nachdem verheerenden Kampf im Grauen Gürtel, bei dem sich die Widerstandsgruppe Luxon den Göttern entgegengestellt hat, gelang es der kleinen Gruppe rund um Colden und Aurora nur zu fliehen, weil sie die Kräfte des Atherionzepters in sich geweckt hat. Doch schnell wird klar, dass sie noch vor weit größeren Problemen stehen. Colden kann sich weder an Aurora noch an die letzten zweihundert Jahre erinnern, was ihn für sie zu einem völligen Fremden macht. Galadon, der aufgrund der ganzen Situation enorm wütend ist, befielt tägliche Hinrichtungen und versetzt somit die Bewohner von Sliver City in ständige Angst. Daher beschließt Colden in die Stadt des Lichts zurückzukehren und Galadon herauszufordern und diesen somit zu stürzen und selbst Exarch zu werden. Seine engsten Freunde und auch Aurora, begleiten ihn, was sie alle zusammen vor enorme Herausforderungen stellt. 

 

 Da ich absolut begeistert von Band eins bin, habe ich mich extrem auf die Fortsetzung und somit auf „To Love a Good“ von Anna Benning gefreut.

Bereits nach den ersten Seiten, war ich wieder komplett in dieser grandiosen Geschichte gefangen. Colden kann sich auch nach einer gewissen Regenerationszeit in Elysium weder an Aurora noch an die letzten zweihundert Jahre erinnern. Das macht es für sie, die ihn bedingungslos liebt, natürlich enorm schwer. Denn Colden erwidert weder ihre Gefühle, noch weiß er, dass Aurora das Atherionzepter in Menschengestalt ist. So behält Aurora diese Tatsache zunächst auch für sich und versucht gemeinsam mit Julien, der sich der kleinen Gruppe einige Zeit später wieder anschließt, einen Weg zu finden die nun erweckte und in ihr brodelnde Kraft unter Kontrolle zu halten.

Galadon, der die öffentliche Auflehnung seines Sohnes extrem erzürnt hat, lässt, aus Rache, zur Einschüchterung und weil er die Macht dazu hat, täglich weitere Hinrichtungen in Silver City durchführen, was alle dort Lebenden in Angst und Schrecken versetzt. Daraufhin beschließt Colden der Herrschaft seines „Vaters“ nun schnellstmöglich ein Ende zu setzten und seinen Platz als Exarch einzunehmen. Daher kehrt Colden gemeinsam mit seinen Verbündeten ,sowie Aurora und ihrem Bruder Varian, in die Stadt des Lichts zurück. Dort bleiben ihm wenige Tage der Vorbereitung, um in einem Decidium und somit in einem Kampf um Leben und Tod, als Sieger herauszugehen. Da der amtierende Herrscher den Ort des Kampfes wählen darf, entscheidet sich Galadon für Sapphire Spire. Dieser Ort ist für Colden sehr belastend, denn vor ebenfalls zweihundert Jahren, war er gezwungen, aufgrund eines Befehls seines Vaters, eine Menge Schuld auf sich zu laden.  

So ist auch bereits der Beginn, nicht nur herzerwärmend, sondern auch spannend und mitreißend. Ich war sofort wieder gefesselt von den neuen Ereignissen und bewunderte Colden und vor allem Aurora wegen ihres Mutes. Coldens frühere Eigenschaften, distanziert, in sich gekehrt und seine Gefühle einschließend, ehrgeizig und den Menschen noch nicht sonderlich zugetan, machen ihn zu einem anderen Gott als den, den ich von Band eins kannte. Dennoch weicht Aurora, obwohl sie es inzwischen könnte, nicht von seiner Seite, was grandios mitzuverfolgen war. Aurora wünscht sich zwar von ganzem Herzen, dass Colden sich an sie und ihre Liebe erinnern kann, dennoch setzt sie ihn nie unter Druck, sie respektiert seine Grenzen und versucht auch nicht, ihn von sich zu überzeugen, wofür ich sie nur bewundern konnte. Aurora leidet, ist innerlich zerrissen, aber sehr gewachsen, besonnener und reifer, daher kämpft sie unerschütterlich für die Menschen, für ihre Götter und für eine gerechtere Welt.

Auch Colden mochte ich immer noch, denn etwas von seinem Alten und für mich Gewohnten Ich, steckte nach wie vor in ihm. Auch wenn ihm das Wissen und die Empfindungen der letzten zweihundert Jahre fehlen, tut er dennoch das Richtige und will der Machtherrschaft von Galadon ein Ende setzen. Da Aurora den Großteil der Zeit bei ihm ist und ihm auch in Sapphire Spire beisteht, geschieht letztendlich natürlich auch das, was unausweichlich passieren musste und das, was für den weiteren Verlauf der Geschichte essenziell ist. All diese Geschehnisse, haben mich nicht nur tief berührt, sondern auch vollkommen überzeugt. 

Ebenfalls mit von der Partie sind natürlich Brynn, Zak und Livia und somit Coldens engste Freunde und Verbündete, die auch nach seinem Gedächtnisverlust unerschrocken immer da, und bei ihm sind, was ebenfalls großartig ist. Der kleinen Gruppe angehörig sind auch Auroras wundervoller Bruder Varian, der ebenfalls eine wichtigere Rolle einnimmt und Julien, den ich zwar ein Stück weit verstehen konnte, aber nach wie vor nicht so gerne mag.

Mit Cassius gibt es in diesem zweiten Band einen Neuzugang der absolut faszinieren ist, er ist charismatisch, schwer zu durchschauen, ein genialer Stratege, ruhig und bedacht. Er ist daher definitiv nicht der klassische Antagonist und dennoch war er mir von Anfang an suspekt. Er hilft dabei etwas entscheidendes zu erreichen und bleibt dennoch stets eine Bedrohung.

Ich liebe, liebe, liebe Anna Bennings grandios ausgearbeitete Charaktere und deren Tiefgang. Daher fühle ich mich während des Lesens auch stets mit ihnen verbunden und das, in dieser Geschichte nicht nur mit Aurora und Colden, sondern auch mit seinen wundervollen Verbündeten. Auch die bösen, hinterhältigen und kaltblütigen Figuren stehen dem in nichts nach, so verabscheut und hasst man diese ebenso inbrünstig, wie man die Guten liebt.

Toll fand ich auch, dass es neben den bisher gewohnten Schauplätzen neue Orte wie Sapphire Spire, zu entdecken gibt. Und auch Elysium lernte ich ausführlicher kennen, was mir ebenfalls gut gefiel.

Die Story ist gespickt mit Intrigen, Machtspielen, Kämpfen, diversen Prüfungen und Verlusten aber auch mit ganz viel Zusammenhalt, jeder Menge Liebe, Humor, Spannung und Team- und Kampfgeist, denn aufgeben ist definitiv keine Option.

Das Ende, das ich dieses Mal tatsächlich habe kommen sehen, macht natürlich extrem neugierig auf das Finale, das sicher episch wird. Anna Bennings fantastischer Schreibstil trägt durch die Geschichte, sie schafft es immer zu fesseln, zu berühren und mich an ihr jeweiliges Buch zu binden. Dementsprechend habe ich ebendieses auch sehr ungern aus der Hand gelegt.

 

 „To Love a Good“ von Anna Benning ist der zweite Band der Götterlicht-Trilogie, der mich, ebenso wie sein Vorgänger, von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen konnte. Obwohl Colden sich nach wie vor nicht an die letzten zweihundert Jahre und somit auch nicht an Aurora, erinnern kann, ist ihm klar, dass er seinen herrschsüchtigen und tyrannischen "Vater" stürzen und damit seine Schreckensherrschaft beenden muss, denn andernfalls wird das Leid für die Menschen nie ein Ende finden. Gemeinsam mit seinen verbündeten Freunden und Aurora, die ihn nach wie vor bedingungslos liebt und unterstützt, kehrt er in die Stadt des Lichts zurück und stellt sich gemeinsam mit ihr seinem "Vater" und zwei weiteren Göttern, in einem Decidium, um am Ende als Sieger und neuer Exarch hervorzugehen. Auf diesem beschwerlichen und steinigen Weg, werden nicht nur spannende, interessante und unerwartete Dinge offenbart, auch Coldens und Auroras Beziehung, nimmt eine neue, intensive und starke Wendung. All das, und noch so vieles mehr, bescherten mir, wie erhofft und nicht anders erwartet, rund um fantastische Lesestunden.


Daher vergebe ich selbstverständlich 5/5 Flügel/Schwingen für diesen wundervollen zweiten Band! 

 

 


 

 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen. 

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