Die zwölfjährige Smeralda Bohm ist bereits in ihrem Alter eine fähige Wissenschaftlerin bzw. Kryptozoologin. Sie erforscht geheimnisvolle Wesen mit den unterschiedlichsten Kräften und Fähigkeiten, die angeblich gar nicht exzisieren, bis Smeralda beweisen kann, dass sie es eben doch tun. Aufgrund von Smeraldas Begabung, wird die Leiterin eines geheimen Instituts auf sie aufmerksam und lässt ihr gar keine andere Wahl, als für dieses zu arbeiten. Ihr bisheriges Wissen, darf sie allerdings ab sofort nicht mehr mit der Welt teilen. Doch Kommisaranwärter Juri Konstantin, der in mysteriösen Vorfällen ermittelt, hilft das Mädchen dennoch, denn in ihm hat sie definitiv einen Gleichgesinnten gefunden. So ist auch er zur Stelle, als sich Smeralda in Lebensgefahr befindet.
Da ich bereits „Die Polidoris“ von Anja Fislage gerne gelesen habe, war ich sehr neugierig auf den Auftaktband ihrer neuen Reihe und somit auf „Smeralda Bohms Bestiarium - Auf den Spuren der verborgenen Wesen“.
Zu Beginn lernte ich die zwölfjährige Smeralda Bohm, die definitiv nicht wie andere Kinder in ihrem Alter ist, kennen. Denn sie ist eine waschechte Wissenschaftlerin aka Kryptozoologin, sie erforscht seit Jahren geheimnisvolle, magische Wesen, deren Aussehen, Eigenschaften und Merkmale sie akribisch in ihrem Bestiarium festhält. Smeralda ist daher inzwischen eine absolute Expertin in allem, was die sogenannten Kryptiden betrifft. Bei ihren Mitmenschen ist genau das Gegenteil der Fall, deren Verhalten und Gefühle sind ihr oft fremd, weshalb es ihr auch so schwerfällt, diese einzuordnen, was sie auch des Öfteren betont.
Smeraldas Mum liegt seit einigen Jahren unerklärlicherweise im Koma, was das Mädchen die meiste Zeit über verdrängt. Sie lebt daher mit ihrer kleinen, neunjährigen Schwester Phi und ihrem Dad, der im Hauseigenen Café von Frau Klenzemeier arbeitet, in einer der Wohnungen darüber. Ebenfalls in diesem Haus leben, der an einer seltenen Krankheit leidende und extrem technisch begabte Kenji der für Smeralda alle möglichen Instrumente und kleinen Maschinen, wie spezielle Kameras etc. baut und entwickelt, sowie dessen überbesorgte und oft zänkische Mutter Momoko. Phi ist eine großartige Schwester, die Smeralda stets unterstützt, aber auch, so wie es ihr Job ist, ihr gerne auf die Nerven geht. Auch Kenji ist toll, er lässt sich von seiner Krankheit nicht unterkriegen, nimmt Smeralda so wie sie ist und ist für sie ein verlässlicher Freund, auch wenn sie ihn stets als ihren Arbeitspartner bezeichnet.
Smeralda liebt ihre „Arbeit“ als Kryptozoologin, und fühlt sich auch nur in ihrem Kryptozoologinnenkittel rund um wohl, daher verbringt sie auch den Großteil des Tages damit, die besonderen Kreaturen aufzustöbern und zu studieren. Smeralda ist am liebsten für sich und duldet es nur ab und an, Phi in ihrer Nähe zu haben. Diese strebt ihrer großen Schwester in allem nach, weshalb auch sie bereits das eine oder andere Mal mit magischen Wesen in Berührung kam. So lebt auch ein Werkaninchen, namens Kralle, dass sich nur ab und an verwandelt, die meiste Zeit aber wie ein herziges Kaninchen aussieht, bei Smeralda und ist auf sie geprägt.
Smeralda weist autistische Züge auf, sie ist daher auch sehr strukturiert und fokussiert, was sie aber zu einem sehr charmanten und besonderen Charakter macht. Smeralda mag es überhaupt nicht wegen, für sie belangloser Dinge, gestört zu werden. Ihr sind strikte Abläufe, sowohl im Alltag als auch bei ihren Forschungen, enorm wichtig. Das wiederum macht Smeralda auch so erfolgreich in ihrem Tun. Ich mochte das eigenwillige, für viele sicher seltsame, großartige und mutige Mädchen vom ersten Moment an sehr.
So wird nicht nur der junge Kommissaranwärter Juri Konstantin auf das Mädchen aufmerksam und bittet sie um Hilfe, es taucht auch plötzlich ein Elfenjunge in Smeraldas Klassenzimmer auf, der sie töten will. Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, den Elfen zu erforschen und ihr Leben zu behalten, wird es für die junge Wissenschaftlerin gefährlich. Doch noch ehe Smeralda sich entscheiden kann, wird sie von Edith, die den Elf kurzzeitig außer Gefecht setzt, gerettet.
Dem nicht genug, erhält Smeralda eine mysteriöse Einladung von einem geheimen Institut, dass ihr ein Angebot macht, welches das Mädchen allerdings nicht ablehnen kann. So muss sie dort forschen, was zunächst faszinierend, zeitgleich aber auch erschreckend ist. Smeralda darf ihr Wissen auch nicht mehr mit der Allgemeinheit teilen, was ihr so gar nicht passt. Daher arbeitet sie nicht nur weiter mit Juri zusammen, sondern lässt sich auch nichts vorschreiben, was sie alsbald in Lebensgefahr bringt.
Wie nicht anders zu erwarten war, ist dieser Auftaktband auf eine gute Art skurril und düster. Dieser strotzt nur so vor lauter, auch gefährlicher, unterschiedlicher Kreaturen, die ich zum einen bereits aus anderen Geschichten kannte, die mir zum Teil aber auch fremd waren. Zusätzlich dazu steckt dieser auch voll mitreißender Handlungsstränge, die mich an die Seiten fesselten. Die Story ist zwar nur stellenweise spannend, aber dennoch total einnehmend, weshalb ich das Buch auch ungern aus der Hand gelegt habe. So endet auch dieser erste Band mit einem tollen Showdown, der mir richtig gut gefallen hat, er berührt und macht unglaublich neugierig auf den Folgeband.
Ein absolutes Highlight ist definitiv auch Smeraldas Bestiarium, das viele Seiten dieses ersten Bands füllt und wie ein Notizbuch aufgebaut ist. Die dort beschriebenen und in Farbe gezeichneten Kryptiden sind grandios von Helge Vogt dargestellt. Und auch die handschriftlich von Smeralda beigefügten Seiten, aufgezeichneten Gerätschaften und ihre Anmerkungen, die nicht nur im Bestiarium, sondern im kompletten Buch zu finden sind, da sie in der Ich-Perspektive erzählt, sind genial und bringen das Mädchen dadurch auch den Leser*innen näher.
„Smeralda Bohms Bestiarium - Auf den Spuren der verborgenen Wesen“ von Anja Fislage ist der Auftaktband ihrer neuen Reihe, die die Geschichte der zwölfjährigen Smeralda, die trotz ihres jungen Alters bereits eine äußerst erfolgreiche Kryptozoologin ist, erzählt. Als das Mädchen einer echten Phantomkatze auf der Spur ist, wird nicht nur Kommisaranwärter Juri Konstantin auf sie aufmerksam, sondern auch die Leiterin eines geheimen Instituts. Während ersterer ihre Hilfe benötigt, zwingt letztere Smeralda quasi dazu, ab sofort nur noch für sie zu arbeiten und die Kryptiden und das was sie über diese herausfindet, der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Doch Smeralda hat andere Pläne, was diese in Lebensgefahr bringt und in ein gigantisches Abenteuer katapultiert, in das zusätzlich auch ihre kleine Schwester Phi, ein Elf, diverse Kryptiden, ihre Nachbarn und natürlich besagte Leiterin und Juri, involviert sind.
Da ich rund um schöne Lesestunden hatte, vergebe ich 5/5 Flügel/Schwingen für diesen tollen ersten Band!
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich sehr über einen Kommentar freuen.
Mit dem hinterlassen eines Kommentars, erkennst du die Speicherung deiner personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) sowie eine eventuelle Nutzung und Weiterverarbeitung z. B. für Statistiken durch Google oder andere Firmen an. Nähere Informationen dazu erhältst du in der DATENSCHUTZERKLÄRUNG .