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Mika Mysteries - Die Spur der Meisterdiebin - Johan Rundberg - Rezension

Verlag: magellan
Hardcover
ISBN: 978-3-7348-4765-3
Seiten: 186
Preis: 17,00 €
Übersetzung: Franziska Hüther
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Der eiskalte Stockholmer Winter des Jahres 1880 wurde endlich durch den Frühling abgelöst. Die Menschen halten sich wieder im Freien auf und die ganze Stadt fiebert der Rückkehr der Vega, dem ersten Schiff, das die Nordostpassage durchquert, entgegen. Auch die Waisenkinder freuen sich darauf, allerdings verhalten sich die älteren Kinder generell merkwürdig, weshalb Mika diese bereits aufmerksam beobachtet. Als dann auch noch Kommissar Valdemar Hoff wegen einer Diebstahlserie auf Mika zukommt, ahnt diese schlimmes. Um ihre Freunde zu beschützen und um herauszufinden, wer diese anstachelt, muss Mika diesen neuen Fall schnell lösen. Denn alles deutet auf einen Zusammenhang mit der Vega hin, die Stockholm mit jedem weiteren Tag der vergeht, näher kommt.   
 

Da ich den ersten Band rund um das mutige Mädchen Mika und deren Zusammenarbeit mit Kommissar Valdemar Hoff extrem gerne mochte, war ich sehr gespannt auf „Mika Mysteries - Die Spur der Meisterdiebin“ von Johan Rundberg.

In Stockholm ist nach dem langen und bitterkalten Winter endlich der Frühling eingezogen, was die Menschen wieder nach draußen lockt. Alle fiebern der Rückkehr der Vega, dem ersten Schiff, das die Nordostpassage durchquert hat, entgegen. Auch die Kinder aus dem Waisenhaus sind deshalb ganz aufgeregt und voller Vorfreude. Einige der älteren Kinder verhalten sich allerdings generell merkwürdig und sind verschlossen, was Mika gar nicht gefällt. Nur wenig später, konfrontiert Kommissar Hoff seine junge „Kollegin“ mit einer Diebstahlserie, bei deren Aufdeckung er ihre Hilfe benötigt. Mika stellt recht schnell eine Verbindung zwischen den Waisenkindern und dieser her, ist sich aber sicher, dass ihre Freunde hier nicht allein handeln. Das Mädchen weiß, dass sie den Fall schnell lösen muss, denn sie ist sich sicher, dass es einen Zusammenhang mit dem täglich näher kommenden Schiff Vega, gibt.

Dieser zweite Band schließt fast nahtlos an den ersten an, daher sind die Geschehnisse aus diesem auch noch sehr präsent. Die Kinder des Waisenhauses sind sichtlich erleichtert, den kalten und entbehrungsreichen Winter hinter sich zu lassen, auch wenn besonders die Babys und Kleinkinder nach wie vor ums Überleben kämpfen. Die Größeren freuen sich auf das Eintreffen des gigantischen Schiffs Vega, da dies eine spannende Abwechslung vom Alltag bietet. Dass einige der älteren Kinder etwas verbergen, wird bereits zu Beginn klar, denn die sonst so redselige Bande, die sich Mika auch stets anvertraut, wirkt verschlossen und so, als hätte sie etwas zu verbergen. Als erst zwei Kinder und später auch Mikas bester Freund Rufus das Waisenhaus verlassen, ist die junge Ermittlerin in höchster Alarmbereitschaft, und das definitiv zu Recht.  

So haftet bereits den ersten Zeilen etwas Geheimnisvolles an, das durch die Diebstahlserie, von der Valdemar berichtet, noch verstärkt wird. Clever wie Mika ist, kommt sie recht schnell hinter das Geheimnis und erfährt auch mehr über die mysteriöse Person im Hintergrund. Außerdem versteht sie auch, was die älteren Waisenkinder antreibt und warum diese so unbedingt glauben wollen, denn auch Mika hat, so wie die anderen, Träume, Wünsche und Sehsüchte. Und genau das, macht sich besagte Person extrem gut zu Nutze.

Umso schöner und wertvoller ist das Vertrauen, das Mika Valdemar entgegenbringt, denn diesen fragt sie nicht nur um Hilfe, sondern weiht ihn auch in alles, und somit natürlich auch in ihre Pläne, ein. Ich habe es definitiv genossen, die beiden wieder zusammen in Aktion und beim Ermitteln zu begleiten und zu erleben. Dieser zweite Fall ist zwar nicht so unheimlich und gruselig wie der Erste, er ist aber dennoch wunderbar atmosphärisch, düster und auch spannend. Das liegt unter anderem definitiv auch am Stockholmer-Setting und an der Tatsache, dass Kinder damals so gut wie keine Rechte hatten, allen voran natürlich die Waisenkinder.

Toll ist auf jeden Fall auch, wie sehr die Waisenkinder zusammenhalten, als es darauf ankommt. Sie fühlen sich verbunden und agieren wie eine Familie, was erneut schön mit zu verfolgen war. Mikas Kombinationsgabe kommt zwar nicht ganz so sehr zur Geltung wie im ersten Band, das tut ihrem Tatendrang und ihrer Hingabe aber keinen Abbruch. 

Mika erfährt auch weiterhin nur kleine Bruchstücke aus ihrer Vergangenheit, was mich natürlich umso neugieriger auf die Folgebände macht. Und auch Baby Noras rätselhafte Herkunft ist nach wie vor nicht geklärt. Dass die beiden aber irgendwie zusammengehören, spürt nicht nur Mika, sondern auch die Leser*innen.

Das Ende ist rundum gelungen und auch sehr passend, weshalb ich mich sehr auf den nächsten Fall des ungewöhnlichen Teams freue. 


 „Mika Mysteries - Die Spur der Meisterdiebin“ von Johan Rundberg ist bereits der zweite Band rund um Waisenkind Mika, die es dieses Mal mit einer ganz besonderen Widersacherin zu tun bekommt. Denn diese ist nicht nur charismatisch, sondern auch enorm schlau und weiß die anderen Waisenkinder zu motivieren, zu begeistern und für sich einzunehmen. So tut sich Mika erneut mit dem Kommissar zusammen, um Pläne zu vereiteln, etwas Weitreichendes aufzuhalten und für Gerechtigkeit zu sorgen. All diese Komponenten bescherten mir, auch dank des herrlich düsteren und atmosphärischen Stockholmer Setting des Jahres 1881, tolle und mitreißende Lesestunden. 

 

Daher vergebe ich für diesen zweiten, großartigen Band 5/5 Flügel/Schwingen!  

 


 

 

 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.  

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