Penelope Frankenstein, genannt Nelly ist die Urururenkelin von Dr. Frankenstein, außerdem lebt sie in einem alten Gruselschloss in dem immer wieder seltsamen Dinge passieren. Ihr Leben ist daher alles andere als leicht, denn da ihr Urururgroßvater Dr. Frankenstein vor vielen Jahren ein Monster erschaffen hat, ist der Ruf der Familie nicht der Beste. Ihre Eltern sind daher sehr konservativ, absolut langweilig und strickt gegen jegliche Erfindungen. Das allerdings hält Nelly nicht davon ab, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, ganz zum Leidwesen ihrer beiden besten Freunde, die des Öfteren als Versuchskaninchen herhalten müssen. Da Nellys Erfindungen eher schlecht als recht funktionieren, ist sie stets auf der Suche nach etwas Spektakulärem. Dem kommt das Mädchen, sicher auch aufgrund der zweifelhaften Genialität ihres berühmten Vorfahren, sehr nah, als sie während eines Gewitters ein Alpaka wieder zum Leben erweckt. Das Alpaka ist daraufhin nicht nur herrlich vergnügt, es kann seither auch sprechen, quasselt daher ohne Unterlass, trinkt gerne Cocktails und stellt mit seiner tollpatschigen, aber liebenswerten Art, das Leben von Familie Frankenstein gehörig auf den Kopf.
Da „Little Miss Frankenstein – Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!“ von Astrid Göpfrich nach einer humorvollen Geschichte klang, war ich sehr gespannt auf diesen Auftakt.
Penelope Frankenstein, kurz Nelly, war mir sofort sympathisch. Das quirlige Mädchen, in deren Brust ein Erfinderinnenherz schlägt, hat es nicht leicht. Als Urururenkelin von Dr. Frankenstein, der einst ein Monster erschaffen hat, eilt ihr bzw. der gesamten Familie ein gewisser Ruf voraus. Ihre Eltern versuchen diesem entgegenzuwirken im dem sie zum einen langweilige und ordentliche Jobs ausüben und generell recht konservativ sind. Nelly hingegen lebt sich ständig kreativ aus und erfindet Dinge, die niemand braucht oder die nicht das tun, was sie sollen. Das wiederum sehr zum Leidwesen ihrer beiden besten Freunde Lou und Jamal, an denen Nelly ihre Konstruktionen gerne ausprobiert. Doch dann, kommt Nellys große Chance. Denn als sie während eines Gewitters ihr geliebtes orangebraunes Alpaka leblos auf der Wiese liegen sieht, startet sie einen waghalsigen Versuch und schafft es dadurch tatsächlich, dieses wiederzubeleben.
Das Alpaka mit Namen Montserrat ist nicht nur quietschvergnügt, es kann seit seiner Wiedererweckung auch sprechen. Montserrat quasselt in einer Tour, weiß alles besser und liebt Kokos-Limetten-Cocktails. Da die anderen Alpakas mit ihr nichts mehr zu tun haben wollen, zieht Montserrat kurzerhand zu Nelly ins Schloss. Zu Beginn versucht Nelly dies vor ihren Eltern noch zu verheimlichen, doch letztendlich kann sie die beiden sogar davon überzeugen, dass Montserrat bleiben darf. Doch durch die tollpatschige, verrückte, aufgeweckte und dauer-plappernde Montserrat, entsteht allerdings auch jede Menge Chaos. Durch die Verkettung unglücklicher Geschehnisse, passiert eines Abends etwas, dass den Eltern so gar nicht gefällt. Doch die Kokos-Limetten-Gang gibt nicht auf, lässt sich dadurch nicht bremsen und startet in eine spannende Rettungsmission.
Die Geschichte ist skurril, lustig, stellenweise auch gefühlvoll und ähnlich verrückt wie deren Charaktere. Erfinder-Nelly ist dies auf eine gute und ehrliche Art. Montserrat übertrifft das Mädchen aber definitiv noch, sie ist laut, einnehmend, fordernd und anstrengend, aber auf jeden Fall auch sehr humorvoll und liebenswert, denn auch in ihr, steckt ein weicher und verletzlicher Kern. Nellys Eltern sind das komplette Gegenteil ihrer Tochter, was sie ab und an seltsam wirken lässt. Lou und Jamal, die sich eine Zeitlang nicht ins Schloss trauen, sind toll und wirklich gute Freunde die Nelly immer beistehen und helfen, so natürlich auch, als Montserrat in Gefahr gerät.
Das Gruselschloss ist großartig, denn dieses entwickelt des Öfteren ein Eigenleben, wer oder was dahintersteckt, ist zwar nicht schwer zu erraten, gefiel mir aber dennoch. Und nur dank Montserrat, kommt die Familie auch dahinter.
Rund um witzig, sind auch die Einschübe von Nellys Tagebucheinträgen, in denen sie akribisch all ihre Erfindungen und somit auch deren Misserfolge, festhält. Ebenso wie dort, zieren die tollen Illustrationen von Laura Borio auch weitere Seiten des Buches, wodurch die Geschichte noch lebendiger wird.
Und auch Ende ist toll und macht auf jeden Fall neugierig auf den zweiten Band!
„Little Miss Frankenstein – Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!“ von Astrid Göpfrich, toll von Laura Borio illustriert, ist ein herrlich skurriles, lustiges und spannendes Kinderbuch mit einem Hauch Grusel und Magie. Denn Nelly Frankenstein, Urururenkelin von Dr. Frankenstein höchstpersönlich, steckt das Erfinden, ebenso wie ihrem berühmten Vorfahren, quasi in den Genen, auch wenn ihre Erfindungen bisher nur mäßig bis gar nicht funktionieren. Dies ändert sich allerdings, als das Mädchen während eines Gewitters Alpaka Montserrat wieder zum Leben erweckt. Das quirlige, aufgeweckte und seit seiner Wiedererweckung auch sprechende Alpaka, liebt nicht nur Cocktails, sondern gerät nach einer spannenden und tollen Entdeckung, auch in Gefahr und hält dabei nicht nur Nelly und ihre Freunde auf Trab, sondern bescherte mir auch humorvolle Lesestunden.
Somit vergebe ich 4/5 Flügel/Schwingen für diesen spaßigen Auftaktband!
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.


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