Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

Die Gespensterzentrale - Das Rätsel der Zeitreise - Wiebke Nieland u. Anne-Dore Krohn - Rezension

 

Verlag: Tulipan
Hardcover
ISBN: 978-3-86429-688-8
Seiten: 131
Preis: 15,00 €
Übersetzung: -
Illustrator(in): Barbara Jung
 Mit Klick auf das Buch, gelangt ihr direkt auf die Verlagsseite!
 
Hörverlag: Der Audio Verlag - DAV
Hörzeit: 119 Minuten
ISBN: 978-3-7424-3703-7
Sprecher(in): Anna Thalbach
Preis: 16,00 €

Yunis, der vor kurzem und gegen seinen Willen, mit seinen Eltern nach Berlin gezogen ist, fühlt sich in dem alten und antiken Haus, alles andere als wohl. Als plötzlich auch noch seltsame Dinge geschehen, an denen er die Schuld bekommt, möchte Yunis nur noch zurück in seine alte Heimat. Daraufhin gibt sich die Übeltäterin, die sich als durchscheinendes Gespenstermädchen namens Lotte entpuppt, zu erkennen, denn sie braucht unbedingt Yunis Hilfe. Lotte möchte unbedingt in das Jahr 1897 zurückreisen, denn damals wurde sie des Diebstahls bezichtigt, was letztendlich zu ihrem Tod geführt hat, den das Mädchen unbedingt aufklären möchte. Lotte geht Yunis so lange und mit weiteren Streichen auf die Nerven, bis dieser schließlich einwilligt mit ihr in die Vergangenheit zu kommen. Den beiden gelingt es tatsächlich, die Zeitreise anzutreten und so finden sie sich alsbald in einer für Yunis völlig fremden Welt wieder. Doch davon lässt er sich nicht abschrecken und so nehmen die beiden Kinder beherzt die Ermittlungen auf. 


Da ich Zeitreisegeschichten jeglicher Art unglaublich gerne mag, habe ich mich sehr aufs lesen von „Gespensterzentrale - Das Rätsel der Zeitreise“ von Wiebke Nieland und Anne-Dore Krohn gefreut.

Zu Beginn lernte ich Yunis, der mit seinen Eltern gerade frisch nach Berlin in ein herrlich antikes, großes Haus gezogen ist, kennen. Dieser ist darüber allerdings so gar nicht glücklich, da er seine Freunde und seine alte Heimat vermisst. So ist Yunis auch auf seine Eltern nicht gut zu sprechend und schlecht gelaunt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass seine Eltern ihm die Schuld dafür geben, als die Bücher im Buchregal plötzlich anders sortiert sind, oder sich überall in der Wohnung Fußabdrücke voller Erde befinden und noch so einige ungewöhnliche Dinge mehr, passieren.

Als kurze Zeit später ein durchscheinendes Geistermädchen, das all die Streiche zu verantworten hat, auf seiner Bettkante sitzt, wundert Yunis gar nichts mehr. Zunächst hat Yunis auch so gar keine Lust auf Lotte, doch die nervt ihn so lange, bis er sich schließlich bereit erklärt, ihr zu helfen. Denn Lotte, die aus dem Jahr 1897 stammt und damals in exakt demselben Haus wie Yunis heute gelebt und als Hausmädchen gearbeitet hat, wurde des Diebstahls beschuldigt, was schließlich dazu führte, dass sie vor Aufregung vor ein Automobil gelaufen und von diesem überfahren wurde. Daher ist es seit damals Lottes wichtigstes Ziel, endlich herauszufinden, wer die Brosche, und somit das Objekt das alles ins Rollen gebracht hat, in ihren Bastkorb gelegt hat.

Gemeinsam recherchieren die zwei Komplizen, bis sie tatsächlich eine Möglichkeit finden durch die Zeit zu reisen. Yunis und Lotte schmieden einen cleveren Plan, ehe sie sich zu besagtem Tag ins Jahr 1897 begeben. Unter Einsatz von Walkie-Talkies, die die beiden kurzerhand aus der Gegenwart mitgebracht haben, legen sich die Kinder auf die Lauer, um die Person zu entlarven, die Lotte Böses will. Lotte blüht in ihrem Jahrhundert und zurück in ihrer Zeit, aber dennoch sichtlich auf. Sie ist nicht mehr blass und durchscheinend, sondern wieder ein Mensch, was ihr sichtlich gut tut. Die fleißige Lotte wurde in ihrer Zeit sehr geschätzt und gemocht. Umso spannender ist es, herauszufinden wem dies vielleicht nicht gefallen hat. 

Yunis kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn sein zu Hause damals und ohne die für ihn so selbstverständlichen technischen Entwicklungen und Erfindungen zu erleben, ist extrem interessant für den Jungen. Dennoch ist ihm beim Gedanken daran, so weit in der Vergangenheit zu sein, definitiv auch ein wenig mulmig zu Mute. Yunis setzt sich aber voller Tatendrang für Lotte und deren Wohl ein. Generell gefällt es ihm im Herrenhaus auch, denn dort sind alle nett zu ihm und freuen sich über eine Person mehr, die anpackt. 

Mir hat es viel Spaß gemacht die beiden unterschiedlichen Kinder, die sich im weiteren Verlauf immer mehr mögen und fest zusammenhalten, zu begleiten und all die Charaktere aus der Vergangenheit kennenzulernen. Lotte war bereits zur damaligen Zeit eine aufgeweckte Berliner Göre, die ihr Herz auf der Zunge trägt. Anna Thalbach, die das Hörbuch vertont hat, spricht allen voran Lotte mit ihrem Berliner Dialekt, absolut grandios. Es ist eine wahre Freude ihr zu lauschen.   

 Auch Yunis ist großartig, mit ihm können sich die Leser*innen sofort identifizieren, denn er ist clever, absolut liebenswert, mutig und rund um verlässlich. Dass er sich, vor allem auch dank Lotte, in Berlin und in dem tollen Haus immer wohler fühlt, ist schön mitzuerleben. So ist auch das Ende, sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart, berührend und lustig, was mir beides richtig gut gefallen hat. Daher freue ich mich bereits jetzt definitiv sehr auf die Folgebände und auf weitere Einsätze der Gespensterzentrale, denn in dem großen weißen Haus spukt es auch ohne Lottes Anwesenheit fröhlich weiter. 

 Die wunderbaren Illustrationen von Barbara Jung, die in regelmäßigen Abständen im Buch zu finden sind, sind herrlich und passen ganz wunderbar zum Erzählten. Zusätzlich dazu, können auch zeitgeschichtliche Dokumente und reale Fotos im Inneren bestaunt werden, die einem die Zeitreise und Berlins Geschichte noch näher bringen, was richtig toll ist. 

 

 „Gespensterzentrale - Das Rätsel der Zeitreise“ von Wiebke Nieland und Anne-Dore Krohn, genial von Barbara Jung illustriert und großartig von Anna Thalbach vertont, erzählt die Geschichte von Yunis, der mit seinen Eltern nach Berlin und dort in eine herrliche Altbauwohnung, eines großen, weißen und sehr besonderen Hauses zieht. Kaum dort angekommen, lernt er das Geistermädchen Lotte kennen, die ihn quasi dazu verdonnert, ihr zu helfen. Denn Lotte wurde im Jahr 1897 des Diebstahls beschuldigt, was ihren Tod zur Folge hatte. Gemeinsam reisen Yunis und Lotte in der Zeit zurück, dort stellen die beiden nicht nur den vermeintlichen Übeltäter und Lottes Ruf wieder her, sie retten buchstäblich ihr Leben. Das wiederum bescherte mir herrliche, lustige und emotionale Lesestunden.

 

Daher vergebe ich selbstverständlich 5/5 Flügel/Schwingen für diesen Auftaktband! 

 

 


 

 
   Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich sehr über einen Kommentar freuen.


Mit dem hinterlassen eines Kommentars, erkennst du die Speicherung deiner personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) sowie eine eventuelle Nutzung und Weiterverarbeitung z. B. für Statistiken durch Google oder andere Firmen an. Nähere Informationen dazu erhältst du in der DATENSCHUTZERKLÄRUNG .