Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

Spiel des Lügners - Jessica S. Olson - Rezension

Verlag: Fischer Sauerländer
Hardcover
ISBN: 978-3-7373-7404-0
Seiten: 473
Preis: 21,90 €
Übersetzung: Anja Hansen-Schmidt
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Lola St. James, die im Verborgenen lebt, hat nur ein Ziel, am magischen Turnier im Casino des Lügners teilnehmen und dieses gewinnen. Denn für ihren Boss Enzo aka der Dieb, will sie ein besonderes Artefakt stehlen, das für diesen, und auch für sie, von großer Bedeutung ist. Doch um am Turnier teilnehmen zu können, muss sie ein gefährliches Geheimnis als Wetteinsatz einbringen. Lola ist fest entschlossen und so gibt sie eines ihrer Größten preis. Doch die Zauber, Intrigen und dunklen Versuchungen üben, ebenso wie der Casinobesitzer, eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf sie aus, was die komplette Mission gefährdet, ihr aber auch ungeahnte Dinge offenbart. 

Da die Inhaltsbeschreibung von „Spiel des Lügners“ von Jessica S. Olson nach einer ungewöhnlichen Geschichte klang, war ich extrem gespannt auf dieses Buch.

Bereits der Prolog und vor allem die ersten Seiten konnten mich bereits fesseln, denn ich erlebte die neunzehnjährige Protagonistin Lola St. James und ihren Boss Enzo, den Dieb, bei einem ihrer Einsätze. Dadurch erhielt ich sofort einen guten Einblick in deren Arbeit, in ihr Zusammenwirken und über ihre Beziehung, was sehr aufschlussreich war. Lola, die als totgeglaubte Tochter eines Gangsters ein Leben im Verborgenen führt, tut absolut alles für ihren Boss, und für sie definitiv auch Freund, Enzo. Enzo, der Lola vor einigen Jahres aus einer brenzligen Situation gerettet und ihr ein neues Leben angeboten hat, und die junge Frau, verbindet nicht nur diese Tatsache, sondern noch etwas weit Größeres miteinander. Bereits diesen Twist fand ich genial, denn er versprach weitere tolle Szenen. 

Zu Beginn ist Enzo auch Lolas ganze Welt und ihr Zentrum, für den Dieb der Diebe arbeitet zwar eine komplette Bande, doch von Lola wissen diese, aufgrund ihres gemeinsamen Geheimnisses und ihrer Herkunft, nichts. So bleibt Lola stets verborgen und agiert auch mit Enzo ebenso. Die beiden folgen einer Spur, die es letztendlich unabdingbar macht, dass Lola nicht nur am Turnier des Lügners, Enzos Bruder, teilnimmt, sondern dieses auch gewinnen muss. Denn nur der Lügner besitzt ein ganz besonderes Artefakt, das Enzo und Lola aus unterschiedlichen Gründen unbedingt benötigen.

So gibt sich Lola eine neue Identität und hinterlegt als Wetteinsatz eines ihrer größten Geheimnisse, das wiederum der Lügner bekommt, sollte sie scheitern und nicht als Siegerin hervorgehen. Da alle Teilnehmer während der Turnierzeit das Casino nicht verlassen dürfen, zieht auch Lola in dieses bzw. in das dazugehörige Hotel, ein. Von diesem Zeitpunkt an wird die Geschichte noch fesselnder, mysteriöser und herrlich magisch.

Bereits das Casino-Setting ist genial, doch der Ablauf des Turniers ist definitiv noch genialer, denn dieses steckt nicht nur voller Möglichkeiten, sondern auch voller Gefahren. Es wird getrickst, intrigiert, geblufft und gezaubert, so ist auch der Wettstreit für die Teilnehmer verwirrend und sehr hart. Daher verlangen die einzelnen Spielrunden den Teilnehmern auch absolut alles ab. Lola, die tatsächlich eine Verbündete findet, schlägt sich, wie erhofft, aber ziemlich gut. Der Lügner, Nic, dem nicht nur das Casino gehört, ist gleichzeitig auch der Spielmacher, der sich nie in seine Karten schauen lässt. Doch er ist genauso fasziniert von Lola, wie sie von ihm, sie fühlen sich voneinander angezogen, obwohl sie sich eigentlich fernhalten sollten. So verstricken sich die beiden alsbald in eine Beziehung der ganz besonderen Art, die ich gebannt verfolgte.

Absolut gelungen sind daher definitiv auch die Charaktere. Lola ist dank jahrelangem Training eine ausgezeichnete Diebin, in vielen anderen Situationen, auch im Umgang mit anderen Menschen, fehlt ihr aber schlichtweg die Erfahrung. So folgt sie ihrer Intuition und agiert dadurch in den meisten Fällen wunderbar aus dem Bauch heraus. Großartig finde ich auch die Tatsache, dass Lola zwar definitiv schön und anziehend, aber ohne ihre Brille auch beinahe blind ist und mit einem Auge schielt. Ich mochte Lola von Beginn an richtig gerne, sie ist einfühlsam, kämpferisch, ehrlich, loyal und sehr stark. Denn in vielen Momenten, ist sie auf sich allein gestellt, dadurch wird ihr aber auch bewusst, wie eigenständig sie eigentlich ist und wie sehr ihr ein selbstbestimmtes Leben all die Jahre gefehlt hat. Je mehr Dinge, die sich tatsächlich als wahr herausstellen, Lola erfährt, umso mehr gerät ihr bisheriges Weltbild ins Wanken. So trifft Lola auch Entscheidungen, für die ich sie nur noch mehr ins Herz geschlossen habe.

Enzo ihr „Retter“ war mir von Beginn an suspekt, bei ihm weiß man nie so wirklich, woran man ist, das und noch einige andere Dinge, machen ihn aber sehr interessant. Die mit Abstand spannendste und mysteriöseste Figur ist der Lügner, er gefiel mir sofort, denn der vermeintliche Bösewicht ist so viel mehr. Seine persönliche Geschichte, die Vergangenheit (auch mit Enzo) und all die Dinge, die ihn zu dem Mann der Gegenwart gemacht haben, sind extrem faszinierend. Lola schafft es sogar Nics Mauern stellenweise zu durchbrechen und hinter seine Maske zu blicken. Ich mochte die beiden zusammen unglaublich gerne. Daher passt es auch extrem gut, dass die Story aus Lolas und aus Nics Sicht erzählt wird. Als Leserin hatte ich so zu beiden einen engen Bezug, was ich sehr mochte. 

Der komplette Verlauf ist mitreißend, spannend und rund um grandios, daher habe ich das Buch auch ungern aus der Hand gelegt. Ich litt, bangte und freute mich mit Lola und hoffte, dass ihr gelingt, was sie sich vorgenommen hat. Vieles kommt auch anders als erwartet, was, ebenso wie das Ende, absolut genial ist. Ich freue mich daher so sehr auf Band zwei und somit auf das Finale.

Absolut umwerfend ist auch die Aufmachung des Buches. Das Cover ist wunderschön, der Motiv-Farbschnitt ein Traum und die Page-Overlay bezaubernd und magisch. 

 
Spiel des Lügners“ von Jessica S. Olson ist der Auftaktbank einer grandiosen Dilogie, die die Geschichte der Diebin Lola und zweier ungleicher Brüder erzählt. Der eine, Enzo, der Dieb, hat sie aus einer lebensgefährlichen Situation gerettet, weshalb die beiden einen besonderen Pakt geschlossen haben. Und der andere, Nic aka der Lügner, der ihr Herz höher schlagen lässt, hält in seinem Casino ein magisches Turnier ab, an dem Lola, da sie ihm ein dringend benötigtes Artefakt stehlen möchte, unbedingt teilnehmen will. In Mitten der beiden Brüder, einem großen Geheimnis, das als Wetteinsatz dient, gefährlichen, mentalen, kräftezehrenden und herausfordernden Aufgaben und zwischen Lügen und Wahrheit, Anziehung, Verlagen und Gefühl, erlebt und erfährt Lola Dinge, die ihr bisheriges Weltbild gehörig ins Wanken bringen und sie Entscheidungen treffen lassen, die alles verändern. Daher hatte ich an der Seite von Lola, die ich unglaublich gerne mag, fantastische und spannende Lesestunden!  

 

Daher vergebe ich selbstverständlich 5/5 Flügel/Schwingen für diesen genialen ersten Band! 

 


 

 

 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.   

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