Penelope Weaver wartet bereits gefühlt ganzes ihr bisheriges Leben darauf, ebenso wie ihre Eltern einst, endlich die Anaximander-Akademie, die magische Schule, in der die griechischen Sagen lebendig werden, zu besuchen. Da Penelope stets die Regeln befolgt, extrem klug ist und das Lernen und gute Noten schreiben, zu ihren Prioritäten gehört, ist sich das Mädchen sicher, dass auch sie, wie alle Mitglieder ihrer Familie, ins Haus der Athena gehört. Doch als sie gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Paris an der Akademie ankommt, geschehen seltsame Dinge und absolut alles läuft schief. Statt bei Athena, landet Penelope in der Aphrodite Hall und somit bei der Göttin, die mit Regeln und Logik wenig anfangen kann. Die ihr zugeteilte Musen-Helferin ist eine Katastrophe und die persönlichen Helden-Aufgaben, die Penelope im Laufe des Schuljahrs absolvieren muss, sind alles andere als klar formuliert und somit auf den ersten Blick unmöglich zu lösen. So ist die ansonsten so strukturierte Penelope fast am Verzweifeln, doch zum Glück findet sie in Seraphina, genannt Fifi und in Arjun Freunde, die ihr uneingeschränkt zur Seite stehen.
Da „Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter“ von Tracy Wolff nach einem fantastischen Auftaktband klang, habe ich mich sehr aufs Lesen gefreut.
Bereits nach den ersten Seiten wusste ich, dass ich dieses Buch lieben werde! Penelope ist eine taffe, mutige und großartige Protagonistin, die sich bereits seit Jahren akribisch auf die Aufnahme und auf ihre Zeit an der Anaximander-Akademie vorbereitet. Zu Beginn ist sie sehr zielstrebig, regelgetreu und gute Noten sind für das dreizehnjährige Mädchen das Wichtigste. Denn so, davon ist sie überzeugt, kommt sie, wie ihre Eltern und Generationen vor diesen, in die Athena Hall.
Doch schon die letzten Meter zur Schule, die sie gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Paris zurücklegt, haben es in sich. Die eigentlich harmlos aussehende Brücke, die es zu überqueren gilt, stellt das erste Hindernis von vielen dar. So wird Penelope bereits vor Schulbeginn vor so einige Herausforderungen gestellt, was zur Folge hat, dass sie zu spät zur Einführung kommt und ohne diese ins Auswahlverfahren geschickt wird. Denn die erste Prüfung ist ausschlaggebend dafür, von welcher Göttin die Schüler*innen ausgewählt werden und in welches Haus sie somit kommen. Insgesamt gibt es davon fünf, die Hades Hall, die Zeus Hall, die Poseidon Hall, die Athena Hall und die Aphrodite Hall, die so ziemlich alles verkörpert für das Penelope, zumindest in ihren Augen, so gar nicht steht. Umso geschockter ist das Mädchen, als sie in ebendiesem Haus landet, sie ist felsenfest davon überzeugt, dass ein Fehler vorliegen muss. Denn dort ist alles rosa, rote Herzen sind das Erkennungsmerkmal und an Glitzer wird definitiv ebenso wenig gespart. Ein liebevoller, hilfsbereiter und lockerer Umgang untereinander sowie das Dehnen der einen oder anderen Regel, sind in diesem Haus ebenfalls Standard. So wird Penelope auch herzlich von der permanent plappernden Seraphina, genannt Fifi in Beschlag genommen, bekommt von dieser den Spitznamen Ellie verpasst und wird kurzerhand auch zu deren Mitbewohnerin.
Arjun ein ebenso freundlicher und netter Junge, der sich ein Zimmer mit seinem Cousin teilt, schließt sich den Mädchen an, sodass sie meist als Dreiergespann unterwegs sind. Und auch wenn Penelope nach wie vor davon überzeugt ist im falschen Haus zu sein, wachsen ihr die beiden sofort ans Herz. Mir ging es ebenso, ich mochte die drei, die ein grandioses Team in allen Lebenslangen bilden, unglaublich gerne. Penelope erkennt schnell, wie wichtig wahre Freunde sind, denn ihr Zwillingsbruder Paris, der in die Athena Hall aufgenommen wurde, verhält sich ihr gegenüber extrem seltsam und verbringt seine Zeit viel lieber mit den Schüler*innen seines Hauses. Auch ihre Eltern sind, anstatt stolz auf ihr Kind zu sein enttäuscht darüber, dass es ihre Tochter nicht in der "Familien-Hall" geschafft hat. Das verletzt Penelope sehr, was mir extrem leid tat.
Die akkurate Penelope, die es liebt zu planen und Rätsel zu lösen, blüht in der Aphrodite Hall regelrecht auf, denn auch wenn dort Fleiß ebenfalls geschätzt wird, stehen andere Werte weitaus höher im Kurs, was ihr Hausleiterin und Halbgöttin Dr. Dione auch immer wieder vor Augen führt. Abgesehen davon ist es in der Aphrodite Hall nicht nur enorm gemütlich, es gibt auch das leckerste Essen und sogar einen kompletten Süßigkeitenraum. Es wird dort weder gegeneinander gekämpft, noch möchte jemand einen Hausgenossen übertrumpfen oder bloßstellen, ganz im Gegenteil, Zusammenhalt, Miteinander und das gegenseitige Helfen und füreinander da sein, sind einige der wichtigsten Grundpfeiler. Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass sich Penelope, die auch von fast allen nur Ellie genannt wird, sichtlich wohl.
Fifi und Arjun stehen daher auch uneingeschränkt hinter Penelope, was dieser sichtlich guttut, denn Helfer-Muse Kalliope, die ihr zugeteilt wurde, ist zwar ziemlich cool, aber dennoch eine Katastrophe, da sie absolut keine Ahnung von ihrer neuen Aufgabe hat. Abgesehen davon katapultiert sich Penelope, auch oft ganz ohne ihr aktives Zutun in die unmöglichsten, oft sehr gefährlichen Situationen. Die Herausforderungen, vor denen sie steht und die Prüfungen, die sie meistern muss, nehmen rasant zu. Außerdem sieht und hört Ellie Dinge, die die anderen überhaupt nicht wahrnehmen, was sie zu einer enorm interessanten und außergewöhnlichen Protagonistin macht. Dass Penelope besonders ist und in ihr auch so einiges, noch verborgenes, steckt, wird in offensichtlichen Situationen, aber auch in scheinbar nebensächlichen, immer wieder deutlich. Die Entwicklung die Ellie im Laufe der Zeit durchläuft, ist erstaunlich und war rund um schön mitzuerleben.
Tracy Wolff bindet die griechische Mythologie wunderbar in ihre Geschichte und somit in die heutige, moderne Welt, ein, was mir extrem gut gefällt. Auch die Anaximander-Akademie ist großartig, besonders gerne mag ich die Aphrodite Hall mit all ihre tollen Räumlichkeiten und der gemütlichen Dachterrasse. Sehr cool ist auch, dass sich das komplette Schulgelände inklusive Gebäude nachts bewegt. So ist zum Beispiel an einem Tag eine Hall direkt neben der Cafeteria und am nächsten Tag an einer ganz anderen Stelle und das wiederum sorgt für einige lustige Szenen. Generell ist der Humor absolut grandios, ich musste sehr oft Schmunzeln. Zusätzlich dazu gibt es aber auch viele Momente, die berühren und zu Herzen gehen.
Die Charaktere sind großartig ausgearbeitet und daher auch sehr vielschichtig. Im Mittelpunkt steht natürlich Protagonistin Penelope und somit auch ihre Freunde Fifi und Arjun, aber auch ein Junge aus der Hades Hall bestreitet mit Ellie das eine oder andere Abenteuer, was genial mitzuverfolgen war. Ihn mag ich ebenfalls sehr gerne, daher freue ich mich auch auf weitere Zusammentreffen der beiden, denn diese sind immer spannend. Das ist aber definitiv auch die restliche Story, denn die Schüler*innen müssen nicht nur ihre persönlichen Helden-Aufgaben meistern, es gibt auch einen Wettbewerb der Häuser. Zusätzlich dazu möchte Penelope natürlich herausfinden was noch alles in ihr steckt und welche Fähigkeiten sie besitzt, auch dabei sind Arjun und Fifi immer an ihrer Seite.
Auch das Ende rund um genial und lässt mich voller Vorfreude auf die sicher ebenso tollen Folgebände blicken.
„Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter“ von Tracy Wolff ist der grandiose erste Band einer gigantischen, mystisch-magische Reihe, eingebettet in die griechische Mythologie. Protagonistin Penelope landet, nicht wie ihr ganzes Leben geplant und erhofft, und so wie ihr Zwillingsbruder Paris, in der Athena- sondern in der Aphrodite Hall, was das Mädchen vor einige zusätzliche Herausforderungen stellt. Denn neben ihren persönlichen Helden-Aufgaben, weiteren Prüfungen und der räumlichen und emotionalen Trennung von Paris, muss sich Penelope mit ihren frisch erwachten Kräften arrangieren bzw. diese erforschen und mit ihrem neuen Leben als Aphrodite-Girl klar kommen. Zum Glück hat Ellie Fifi und Arjun an ihrer Seite, die sich nicht nur als wundervolle Freunde entpuppen, sondern ihr in allen Lebenslagen beistehen, ihr glauben, ihr vertrauen und ihr zeigen, wie toll das Leben ist, auch wenn nicht alles immer nach Plan läuft und dass manche Regeln auch dazu da sind, um gebrochen zu werden. Ich hatte herrlich spannende, mitreißende, berührende und genial humorvolle Lesestunden, weshalb ich Band zwei definitiv herbeisehne.
Daher vergebe ich selbstverständlich 5/5 Flügel/Schwingen für diesen fantastischen Auftaktband!
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich sehr über einen Kommentar freuen.
Mit dem hinterlassen eines Kommentars, erkennst du die Speicherung deiner personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) sowie eine eventuelle Nutzung und Weiterverarbeitung z. B. für Statistiken durch Google oder andere Firmen an. Nähere Informationen dazu erhältst du in der DATENSCHUTZERKLÄRUNG .