Lyn und Gabriel sind endlich glücklich vereint und zusammen, als Gabriel plötzlich und unerwartet von einem Zeitstrudel verschlungen wird. Lyn folgt ihrem Freund, ausgestattet mit einem Zauberspruch, der sie zurückbringen soll, ohne zu zögern. Als die beiden in der Vergangenheit wieder vereint sind, versuchen sie zurück in die Gegenwart zu kommen, doch jeder Versuch, endet tödlich. So beginnt für das Paar ein wahrer Albtraum. Gefangen in einem Kreislauf aus Zeitsprüngen jagen Lyn und Gabriel durch die unterschiedlichsten Epochen, während ihnen stets jemand dicht auf den Fersen ist und mit ihnen zu spielen scheint. In der Vergangenheit stoßen Lyn und Gabriel nicht nur auf ein düsteres Familiengeheimnis, sondern treffen auch den Tod immer wieder höchstpersönlich, doch auch dieser kann ihnen nur einen Rat geben, den beiden aber nicht helfen.
Da ich Band eins unglaublich gerne mag, habe ich mich sehr aufs Lesen des zweiten und somit auf „Wicked Souls – Verhexte Zeit“ von Tina Köpke gefreut.
Nach dem fiesen Ende des ersten Bands, in dem Gabriel von einem Zeitstrudel verschluckt wird, konnte ich es auch kaum erwarten weiterzulesen. Wie nicht anders zu erwarten war, springt Lyn Gabriel hinterher, da sie ihn unbedingt zurückholen und retten möchte. Zunächst ist Lyn auch sehr zuversichtlich, da sie von Arlo einen entsprechenden Zauberspruch erhält. Als sie Gabriel letztendlich im Jahr 1973 im Institut für Moderne Magie findet, suchen sich die beiden ein ruhiges Plätzchen in der Bibliothek, sodass sie heimlich und ohne Zeugen in die Gegenwart zurückkehren können. Doch leider endet dieser Versuch tödlich, denn sie werden von einer Unmenge an Bücher erschlagen. Das wiederum ruft den Tod höchstpersönlich auf den Plan. Da Lyn und Gabriel zu ihrem Glück aber in einer Art Zwischenwelt gefangen sind, kann dieser sie auch nicht ins Reich der Toten bringen.
So beginnt für die zwei ein nicht enden wollender Albtraum, denn absolut jeder Versuch in die Gegenwart zurückzukehren, endet ebenfalls tödlich. Lyn und Gabriel sind in einem ewigen Kreislauf aus Zeitsprüngen gefangen, sie landen dabei immer am selben Ort und somit im Institut für Moderne Magie, aber stets in anderen Epochen. So haben die beiden, je nach den geschichtlich aktuellen Geschehnissen, kaum eine Verschnaufpause, ehe sie sterben. Manchmal bekommen Lyn und Gabriel aber auch mehr Zeit, um sich einen Plan zurechtzulegen, doch egal was sie auch versuchen, letztendlich scheiden sie dahin und stehen ein weiteres Mal vor Tod. Dieser ist irgendwann so genervt davon, dass er ebenfalls beginnt den Zweien zu helfen, was ich toll fand. Doch auch Tod sind die Hände größtenteils gebunden, doch ein wichtiger Tipp von ihm, bringt Gabriel und Lyn zumindest weiter. Denn sie erfahren, wer hinter ihnen her ist
Selbstverständlich, und zu Lyns Glück, gelingt es ihrer Familie und somit den Smythes einzugreifen, doch Gabriel ist nach wie vor in Gefahr. So bangte und hoffte ich mit ihm bzw. mit den beiden und war neugierig, wie sich alles zum Guten wenden könnte. Extrem interessant wird es, als Lyn ein Geheimnis aufdeckt, denn durch diese Offenbarung wird klar, warum sich der Zeitstrudel geöffnet und all die Ereignisse in Gang gesetzt hat.
Auch wenn Lyn und Gabriel all diese Tode durchstehen müssen und darunter definitiv leiden, ist die Geschichte keineswegs düster, sondern wird von humorvollen Szenen aufgelockert. Denn irgendwie, und weil man als Leser*in weiß, dass Lyn und Gabriel immer wieder in einer neuen Epoche erwachen, ist es tatsächlich auch witzig, auf wie viele unterschiedliche Arten beide sterben. Auch das Duo nimmt ihre Tode, vor allem zu Anfang, mit Humor. Generell ist es großartig mit den beiden durch die Zeit zu reisen und mitzuerleben wie sich das Institut für Moderne Magie verändert. Außerdem trifft das Paar auch auf bekannte Menschen, die in der Vergangenheit aber natürlich nicht wissen, wer sie sind. Auch das wiederum, bringt tolle und interessante Momente mit sich. Genial fand ich auch die Treffen mit Tod, dieser ist definitiv speziell aber auch sehr cool.
Außerdem habe ich es geliebt, auch die restlichen Smythes wiederzutreffen. In diesem Band spielt die Familie auch wieder eine größere Rolle, was toll ist. Ich liebe diese familiären und chaotischen Augenblicke und den ganz besonderen Charme, der sie allesamt umgibt. Ebenso wie den starken Zusammenhalt, der die Smythes jede noch so schlimme Situation durchstehen und bewältigen lässt.
Auch das Ende ist rund um passend und wundervoll, denn Tina Köpke nimmt ihre Leser*innen mit in die Zukunft in zehn Jahren, was mir extrem gut gefallen hat. Gleichzeitig signalisiert sie aber auch, dass eine Rückkehr in das "Hunting Souls" Universum möglich ist, worüber ich mich natürlich sehr freuen würde.
„Wicked Souls – Verhexte Zeit“ von Tina Köpke ist der zweite und gleichzeitig auch finale Band dieser zauberhaften und einnehmenden Dilogie. In einer Zeitspirale gefangen, aus der es für Lyn und Gabriel kein Entkommen gibt, auch wenn diese immer wieder und in den unterschiedlichsten Situationen sterben, müssen sich beide nicht nur beweisen, sondern auch clever vorgehen. Sie decken ein unglaubliches Familiengeheimnis auf, verstehen dadurch, warum sie in die Vergangenheit katapultiert wurden und erhalten durch die komplette Smythe-Bande, durch Gabriels Familie und natürlich auch durch ihre Freunde, jede Menge Unterstützung. So hoffte und bangte ich mit dem Paar und glaubte an sie und an deren verdientes Happy End, was mir wundervolle Lesestunden bescherte.
Daher vergebe ich für diesen schönen und einnehmenden finalen Band 5/5 Flügel/Schwingen!


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