Eigentlich wollte Timur, kurz Tim die Sommerferien ganz gemütlich mit seinem Chamäleon Wasabi und seinem Papa beim Schnorcheln verbringen. Doch dieser darf beruflich für einen Forschungsauftrag verreisen und schickt seinen Sohn daher kurzerhand zu seiner Tante Melda nach Amintos. Da seine Mutter dort vor Jahren spurlos verschwunden ist, hatte Tim bisher keinen Kontakt zu seiner Tante. Umso verwunderter ist er, als diese ihn nicht nur persönlich in Deutschland abholt, sondern sich auch die Anreise sehr ungewöhnlich gestaltet. Und plötzlich befindet sich Tim in Amintos und in einer komplett anderen Welt, dort wimmelt es nur so vor fliegenden Teppichen und Tempelagenten-Auszubildende mit besonderen Fähigkeiten. Auch Tim könnte ein solcher werden, wenn er sich als würdig erweist. Und so, befindet sich der Junge plötzlich mittendrin im größten Abenteuer seines Lebens.
Da „Die geheime Schule der Tempelagenten“ von Sibel Susann Teoman nach einer coolen und lustigen Geschichte klang, wofür auch der Untertitel „Ich, zwischen fliegenden Teppichen und glühenden Schwertern“ sprach, musste ich dieses Buch unbedingt lesen.
Zu Beginn lernte ich den rund um liebenswerten, schüchternen und humorvollen Timur, kurz Tim kennen. Dieser lebt mit seinem Haustier Chamäleon Wasabi, das ihn fast überall hin begleitet, sowie seinem Vater, ein ruhiges und unaufgeregtes Leben in Deutschland. Daher freut sich Tim auch auf gechillte Sommerferien inklusive Strand und Schnorcheln. Doch es kommt alles anders, als sein Vater von seinem Arbeitgeber einen Forschungsauftrag erhält, bei dem Tim ihn nicht begleiten kann. Da er in Deutschland keine weiteren Verwandten hat, soll er die Sommerferien nun bei seiner Tante Melda und deren Familie in Amintos verbringen. Da dort Tims Mutter spurlos verschwand, als er ein kleiner Junge war, hält sich seine Begeisterung sehr in Grenzen. Doch die vor Energie sprühende Melda, holt ihren Neffen von zuhause ab, sodass die beiden gemeinsam reisen. Und bereits diese Anreise ist turbulent und alles andere als gewöhnlich.
Als Tim letztendlich in Amintos ankommt, kommt er aus dem Staunen auch gar nicht mehr heraus. Überall um ihn herum sausen fliegende Teppiche durch die Gegend, er wird Zeuge eines Lichtschwertkampfs und lernt seine aufgeschlossene Cousine Papatya, kurz Patty und seinen grummeligen Cousin Pars kennen und erfährt, dass die beiden angehende Tempelagenten sind. Was genau dies bedeutet und was die beiden und ihr Team, das außer ihnen noch aus Sophia, Dalan und Mario besteht, tun, erfährt Tim sehr zeitnah, denn auch er darf in deren Quartier und somit bei Team Ignitz einziehen und bekommt die Chance selbst ein Tempelagent zu werden. Zunächst kann sich Tim das so gar nicht vorstellen, doch dann befindet er sich alsbald mittendrin in einem gigantischen Abenteuer, ermittelt mit seinen neuen Teamkameraden und begibt sich mit diesen auf eine gefährliche Mission. Er stellt sich gruseligen Monstern entgegen, nimmt am Schulunterricht der Agenten teil, wird von einem fliegenden Teppich ausgewählt und findet, gemeinsam mit den anderen, etwas heraus, das ganz Amintos in Gefahr bringt.
Bereits der Einstieg in die Geschichte ist herrlich, denn Tim hat einen großartigen Humor, er kommentiert all die Geschehnisse um ihn herum aus der Ich-Perspektive, was genial ist. Bisher ist sein Leben recht unspektakulär, er vermisst natürlich seine Mum und hat die Hoffnung nie aufgegeben, diese eines Tages wiederzusehen. Doch außer Wasabi hat Tim keine engen Freunde, auch wenn er sich das definitiv wünscht. Als er somit nach Amintos kommt, verändert sich sein Leben komplett. Nicht nur seine Familie erweitert sich um drei Mitglieder, auch in seinen Teamkameraden findet er Freunde und erfährt echten Zusammenhalt. Auch, dass es einen so besonderen Ort, Magie und die unterschiedlichsten Fähigkeiten gibt, ist für ihn zu Anfang unfassbar. Doch da Tims Mum eine bekannte Persönlichkeit ist, rückt auch er in den Fokus mancher Widersacher und muss sich Gefahren auch allein stellen. Die Geschichte ist daher durchgängig spannend und mitreißend, Kulturen verbindend, sehr humor-, aber auch definitiv gefühlvoll. Der Unterricht in der Tempelagentenschule ist ebenfalls cool und stellenweise auch speziell, so wie es auch die Lehrer sind. Doch alle eint etwas, sie wollen ihr Amintos beschützen.
Amintos ist wirklich grandios! Der komplette Aufbau der Stadt, die fliegenden Teppiche, die sprechenden Blumen, die eine sehr wichtige Aufgabe erfüllen, das Quartier des Teams, deren Hausgeist, der in einer Teekanne lebt und Wünsche erfüllt und noch so vieles mehr, haben mich komplett überzeugt. Das haben definitiv auch die Charaktere, allen voran natürlich Tim, der ein großes Herz besitzt, sehr auf Gerechtigkeit und Fairness bedacht ist, stets hilft und sich durchbeißt.
Die kleine und zierliche Patty, die überdurchschnittlich stark ist und sich sofort nach Tims Ankunft um ihn kümmert, ist sehr einfühlsam und ein absoluter Wirbelwind. Pars ist der beste und talentierteste Schwertkämpfer in ganz Amintos und der Leader des Ignis Teams. Er lässt Tim am Anfang allerdings immer wieder auflaufen, außerdem ist er ein ziemlicher Angeber, was ihn mir zunächst sehr unsympathisch machte. Dass Pars zurecht ein Anführer ist und was in ihm steckt, offenbart sich erst im Laufe der Geschichte. Mario ist ein Pflanzenexperte und quasi der Heiler in der Gruppe, er ist stets da, wenn man ihn braucht. Dalan kann mit Tieren sprechen, was ziemlich cool ist, er ist ein absoluter Sonnenschein. Und Sophia ist eine Aqua, sie kann Wasserportale erschaffen und in absehbarer Zeit auch in die Zukunft schauen, sie ist großartig, taff und eine tolle Teamplayerin. Auch Tims Kräfte erwachen, diese sind definitiv genial, ich bin daher sehr gespannt, wie sich diese noch weiterentwickeln. Die heimlichen Stars der Geschichte sind für mich Wasabi und Teppich Toz, beide sind wundervolle Begleiter, die mich des Öfteren schmunzeln ließen.
Gemeinsam schaffen die sechs Kids etwas Unglaubliches, so ist auch der Showdown packend und das Ende rund um schön, genial, berührend und macht neugierig auf den Folgeband.
„Die geheime Schule der Tempelagenten“ von Sibel Susann Teoman ist der Auftaktband einer großartigen Fantasystory. Denn als Tim die Sommerferien bei seiner Tante in Amintos verbringen soll, ahnt dieser nicht, was für ein grandioses und spannendes Abenteuer ihm bevorsteht. Er, der schüchterne und zurückhaltende Junge, findet sich inmitten von Tempelagenten-Auszubildenden wieder, die die unterschiedlichsten magischen Fähigkeiten besitzen. Auch Tim hat die Chance ein Tempelagent zu werden, so nimmt er alsbald am Schulunterricht teil, wird einem Team zugeteilt, von einem fliegenden Teppich ausgewählt und vor so einige, auch lebensgefährliche, Herausforderungen gestellt. Ich hatte wundervolle Lesestunden mit dieser humor- und gefühlvollen, packenden und rund um tollen Geschichte.
Daher vergebe ich selbstverständlich 5/5 Flügel/Schwingen für diesen großartigen ersten Band!
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.


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