Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

Monsters of Verity - Dieses wilde, wilde Lied - Victoria Schwab - Rezension

https://www.loewe-verlag.de/titel-1-1/monsters_of_verity_dieses_wilde_wilde_lied-8737/

Verlag: Loewe
Hardcover
ISBN: 978-3-7855-8863-5
Seiten: 429
Preis: 19,95 €
Übersetzung: Bea Reiter 
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Kate und August leben in einer gigantischen Metropole, in Verity-City in den USA der Zukunft. Diese ist in verschiedene Gebiete und Territorien unterteilt. Die Familien der beiden sind verfeindet und erhalten einen immer wackliger werdenden Waffenstillstand gerade noch so aufrecht. Kate ist die Tochter eines herrischen, gefühlskalten Mannes, der hartherzig und mit strenger Hand über sein Territorium herrscht. August hingegen ist ein Monster, ein Sunai, äußerlich nicht von einem Menschen zu unterscheiden. Er wiederum lebt mit seinen Geschwistern, ebenfalls Sunai, bei einem menschlichen Paar, welches die drei wie ihre eigenen Kinder behandelt. Immer wenn ein Verbrechen, sprich eine Gräueltat begangen wird, entsteht ein weiteres Monster, von denen es insgesamt drei verschiedene Arten gibt. 

Bedingt durch einige Umstände, lernen Kate und August sich kennen. Als es brenzlig wird, müssen die beiden sogar gemeinsam fliehen. Zwangsläufig halten die zwei Teenager zusammen, kämpfen gemeinsam und versuchen sich in einer Welt zu behaupten, die ihnen alles abverlangt. Sie beginnen einander zu vertrauen, bauen Vorurteile ab und bilden ein Team, bis sich die Ereignisse erneut überschlagen. 


Da ich bereits ein Buch der Autorin Victoria Schwab gelesen habe, welches mich sehr begeistern konnte, habe ich mich wahnsinnig auf „Monsters of Verity – Dieses wilde, wilde Lied“ gefreut. Die Autorin beginnt ohne große Einführung mit ihrer Geschichte, sodass es ein wenig gedauert hat, bis ich alle Zusammenhänge, Monstergruppierungen und warum diese entstehen etc. begriffen habe. Dennoch waren mir die beiden Protagonisten schnell vertraut und vor allem zu August, konnte ich bald eine Verbindung aufbauen. Dieser ist ein extrem liebenswertes Monster, genauer gesagt ein Sunai. Er sieht aus wie ein Mensch bzw. ein ganz normaler Teenager, kann sich aber dank seines Monsterdaseins nur von Seelen der Menschen ernähren, die bereits ein Verbrechen begangen haben. Dies ist ihm allerdings zuwider, sodass er seine Mahlzeiten solange wie möglich hinauszögert. Um nicht „dunkel“ zu werden, bleibt August allerdings nichts anderes übrig, als sich zu nähren. August wäre nur allzu gerne ein ganz normaler Mensch. Er lebt mit seinen Zieheltern, seinem älteren Bruder Leo und seiner Schwester Ilsa in South City, welches wiederum sein Vater Henry leitet und beschützt. Das FEK jagt die bösen Monster, die Corsai und die Malchai. Kate, ein ganz normaler Mensch, kommt nach diversen Internatsaufenthalten, bei denen sie alles möglich angestellt hat, zurück zu ihrem Vater. Kate will sich ihm beweisen und wünscht sich sehnlichst, dass ihr Vater sie endlich wieder wahrnimmt und stolz auf sie ist, koste es was es wolle. Doch je mehr sie von ihrem Vater und den Machenschaften seines Lieblingsmonsters erfährt, umso mehr Abscheu empfindet Kate für ihren Erzeuger und den Herrscher über North City.

Als sie sich bedingt, durch einige Umstände, mit August zusammen auf der Flucht befindet und die beiden unterschiedlichen Teenager miteinander gegen diverse Monster kämpfen müssen, wird Kates Sicht auf ihren Vater und die allgemeine Situation grundlegend verändert. Mit Kate bin ich dennoch nicht vollkommen warm geworden, da sie ziemlich sprunghaft ist und nicht immer korrekt mit ihren Mitmenschen umgeht. Sie hat sich ein Stück weit selbst verloren, und versucht ihre inneren Dämonen in Schach zu halten. Dennoch mochte ich es sehr gerne, wie Kate und August ein Team bilden und sich gegenseitig unterstützen und beschützen. Die Chemie stimmt einfach und das, obwohl sie sich eigentlich hassen sollten. August habe ich definitiv mehr ins Herz geschlossen, da er sehr sensibel und sanftmütig ist und immer versucht, sich anzupassen. August ist seinen Zieheltern dankbar und bemüht sich, stets das Richtige zu tun. Daher ist er auch sofort bereit Kate zu helfen, obwohl sie eigentlich der Feind ist bzw. zu diesem gehört. Ich fand es großartig, dass es in diesem ersten Band keine Liebesgeschichte gibt. August und Kate sind zwar auf eine besondere Art miteinander verbunden und finden sich auch anziehend, dennoch sind sie nicht verliebt. Aus Feinden wird eine Zweckgemeinschaft und daraus wiederum entsteht eine schöne Freundschaft. Auch die restlichen Figuren sind gut ausgearbeitet und wirken authentisch. Sehr gerne mochte ich Augusts Eltern und seine Schwester. Wohingegen Kates Vater ein richtiges Ekel und typische Antagonist ist.

Zu Beginn, ist die Story noch recht verworren, da man sich als Leser erst zurechtfinden muss, was mich meist anspornt. Doch dies war hier leider nicht so, mir hat tatsächlich die Spannung gefehlt. Es passiert zwar immer etwas, sodass eigentlich keine Langeweile aufkommen sollte, die Motivation um weiterlesen zu wollen, war aber dennoch meist nicht vorhanden. Die Idee an sich finde ich trotzdem extrem gut, daher kann ich auch nachvollziehen, dass viele Leser davon angetan sind, mir persönlich ist die Geschichte aber doch etwas zu abgedreht und nicht so rund, wie ich sie mir gewünscht habe. Das Potential darin blieb mir aber natürlich nicht verborgen, denn die Monster entstehen nur dann, wenn sich menschliche Abgründe auftun, sprich die Menschen schreckliche Taten vollbringen. Daher ist auch die Grundstimmung sehr düster, oft brutal und angespannt. Im letzten Drittel wurde es allerdings auch für mich interessanter, da die Geschichte rasanter wird, auch wenn ich die meisten Ereignisse tatsächlich vorausahnen konnte. Einiges wird aufgedeckt und geklärt, dennoch bleiben auch Fragen offen, sodass das Ende definitiv neugierig auf den Folgeband macht. 


Mit „Monsters of Verity – Dieses wilde, wilde Lied“, ist Victoria Schwab ein düsterer Auftaktband  gelungen, der vor allem durch das geniale Setting, die Idee an sich und Monster August besticht. Mir war die Geschichte stellenweise aber doch zu freaky. Fans dieser Art von Storys werden aber garantiert großen Gefallen an diesem Buch finden. 

3,5/5 Flügeln für August, Kate und die Monsters of Verity!!! 







  Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.



Kommentare:

  1. Hey mein Ally-Schatz, <3

    schade das dir das Buch nicht so gut gefallen hat. Meinst du man kann das abgedrehte so ein wenig mit Demon Road vergleichen oder ist Demon Road eine ganz andere Schiene? Weißt du schon, ob du den Folgeband lesen wirst?

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Huhu mein Sandra-Schatz, <3

      ja finde ich auch :( Mich hat das Buch vom abgedreht sein tatsächlich sehr oft am Demon Road erinnert. Auch wenn die Geschichte anders ist, haben die beiden für mich schon viele Parallelen. Ich muss von diesen Büchern wohl echt in Zukunft Abstand halten, auch wenn ich ja nicht so wirklich wissen konnte, dass es so ähnlich ist. Viele werden "Monsters of Verity" aber sicher großartig finden.

      Liebe Grüße,
      Ally

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    2. Danke für deinen Vergleich. Und ich glaube, ich werde das Buch erst mal ein wenig außer acht lassen. Dafür gibt es einfach viel zu viele tolle Bücher. Und ein Demon Road Buch hat mir erst mal gereicht :-D

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  2. Hallöchen liebe Ally!

    Ich war ja schon gespannt, wie dir das Buch gefallen würde! Schade, dass es dich nicht so ganz überzeugen konnte. Ich kann aber deinen Kritikpunkt nachvollziehen. Ich fand "Monsters of Verity" total toll, obwohl ich erst Angst hatte, dass meine Erwartungen an die Geschichte zu groß sein könnten. Aber glücklicherweise hat mich die Idee und das Setting dann sehr überzeugt. Ich finde es fesselnd, dass aus den menschlichen Abgründen Monster entsehen (stell dir mal vor, das wäre in Wirklichkeit so...ich möchte gar nicht wissen, wo und wann dann immer ein Monster auftaucht!). Du wirst Band 2 dann wohl nicht lesen oder?

    Liebe Grüße
    Laura

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  3. Hallo Prinzessin <3,

    ich lese es aktuell ja und muss ich gestehen, dass meine Erwartungen bisher noch nicht erfüllt wurden. Mir fehlt irgendwie die Spannung und der unbedinge Wille (wenn du verstehst, was ich meine) hier weiterlesen zu müssen. Mal sehen, wie mein Fazit ausfallen wird.

    Drück dich, Küsschen,
    Uwe

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  4. Hallo meine liebste Ally,
    das Cover des Buches finde ich total ansprechend und der Klappentext hat mir auch gut gefallen. Wenn ich mir aber so deine Rezi lese und auch die Kommentare, dann scheint das Buch eher nichts für mich zu sein:)
    Schade.
    Danke für deine ehrliche Meinung.
    Fühl dich lieb gedrückt.
    Herzliche Grüße
    Andrea ♥

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  5. Hi liebe Ally,

    ich bin noch mitten drin im Lesen, aber ich bin auch noch dabei, mich etwas zurecht zu finden. Das Düstere gefällt mir schon mal gut, aber du hast Recht, Kate ist natürlich ein spezieller Charakter :-P
    Wirst du Band 2 denn lesen?

    Liebe Grüße
    Desiree

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Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich sehr über einen Kommentar freuen.


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