Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

Fast schon Bühnenreif - Lisa Rosinsky - Rezession

https://www.magellanverlag.de/feine-b%C3%BCcher/jugendbuch/

Verlag: Magellan  
Hardcover
ISBN: 978-3-7348-5036-3
Seiten: 314
Preis: 17,00 €
Übersetzung: Sandra Knuffinke und Jessika Komina 
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Als Cadie erfährt, dass sie eine Halbschwester hat, fällt nicht nur sie, sondern die gesamte Familie aus allen Wolken. Auch ihr Vater wusste bis zu jenem schicksalhaften Tag nichts von seiner Erstgeborenen. Elisabeth, die auf tragische Weise ihre Mutter verloren hat, soll ab sofort bei ihnen wohnen. Cadie hat das Gefühl, dass Elisabeth sie völlig aus ihrem Leben drängt, denn ihre Halbschwester scheint in allem perfekt zu sein. Außerdem sieht sie ihrem Vater extrem ähnlich, was Cadie unglaublich stört, da sie mehr nach ihrer Mutter kommt. Ihre Eltern reden nur noch das Nötigste miteinander und so herrscht zu Hause eine permanent angespannte Stimmung. Als sich auch noch Cadies Schwarm für Elisabeth zu interessieren beginnt, flüchtet sich diese in ihre Theaterproben, denn sie hat die Hauptrolle im diesjährigen Stück ihrer Schule. Doch Cadie wünscht sich nichts sehnlicher, als ihr altes Leben zurückzubekommen. 


Ausnahmslos jedes Buch, dass ich bisher aus dem Magellan Verlag gelesen habe, konnte mich begeistern, so auch „Fast schon Bühnenreif“ von Lisa Rosinsky. Das Familienleben von Cadie, ihrem jüngeren Bruder Josh und ihren Eltern wird vollkommen auf den Kopf gestellt, als ihr Vater erfährt, dass er bereits vor Cadies Geburt eine Tochter gezeugt hat, von deren Existenz er bis dato allerdings ebenso wenig wusste. Elisabeth ist ein halbes Jahr älter als Cadie und soll nun plötzlich bei ihnen wohnen, da ihre Mutter verstorben ist. Dies sorgt unter anderem dafür, dass sich Cadies Eltern streiten und nur noch das Nötigste miteinander reden. Cadie kann kaum glauben, dass sie ihren geliebten Vater nun mit einem anderen Mädchen teilen muss. Denn während Mama Melissa sich ganz um die musikalische Ausbildung von Josh, der ein Chello-Genie ist, kümmert, waren Cadie und ihr Dad immer das Dreamteam schlechthin. Als wäre das nicht genug, sieht Elisabeth ihrem Vater und ihrem Bruder auch noch sehr ähnlich, während Cadie das Äußere ihrer Mum geerbt hat. Die beiden jungen Frauen, müssen sich fortan nicht nur eine Familie, sondern auch noch ein Zimmer teilen. Cadie fühlt sich bereits nach kürzester Zeit ersetzt. Und dann beginnt auch noch der Junge ihrer Träume für Elisabeth zu schwärmen. Einzig das Schultheater, in welchem Cadie die weibliche Hauptrolle spielt, lenkt sie von dem Theater zu Hause ab. 

Bisher hat Cadie ein wundervolles, harmonisches Familienleben geführt. Ihr Dad war ihr großer Held, den sie über allen Maßen vergöttert hat. Umso mehr trifft Cadie dessen Verrat, denn in ihren Augen fühlt sich die Tatsache, dass ihr Vater ihre Mutter noch vor ihrer eigenen Geburt betrogen hat, genauso an. Cadies Urvertrauen in ihren Vater hat Risse bekommen, die sich nicht so leicht wieder kitten lassen. Ich konnte die junge Frau vollkommen verstehen und absolut nachvollziehen, warum Cadie so sauer auf ihren Vater ist. Auch Melissa fühlt sich von ihrem Mann hintergangen, so hängt der Haussegen auch gehörig schief, als Elisabeth zu der kleinen Familie zieht. Dennoch wird Elisabeth liebevoll in die Familie aufgenommen, da sie für das ganze Chaos nicht verantwortlich ist. Auch Papa Ross tat mir leid, denn auch wenn er damals definitiv einen Fehler gemacht hat, ist er ein sehr toller Vater und auch guter Ehemann. 

So steckt gleich zu Beginn jede Menge Konfliktpotential in der Geschichte, die ich schon alleine aus diesem Grund kaum aus der Hand legen konnte. Die vielen unterschiedlichen Konstellationen sorgen ebenfalls für eine unglaublich tolle und mitreißende Dynamik. Im Fokus stehen ganz klar die beiden Halbschwestern, die sich im Verlauf der Geschichte nur langsam annähern. Die beiden sind grundverschieden und doch gehören sie, bedingt durch ihren gemeinsamen Vater, untrennbar zueinander. Selbstverständlich steht auch die komplette Familie im Mittelpunkt und es war einfach nur herzerwärmend mitzuerleben, wie sich, während die Wochen vergehen, die Familie neu findet und zusammenwächst. Alle auftretenden Konflikte und Streitigkeiten werden ebenso realistisch dargestellt, wie die vielen schönen und herausragenden Momente. Gefühle in all ihren Fassetten, sind das Herz und die Seele dieses Buches.

Cadie war mir von Anfang an total sympathisch. Ich mochte ihre warmherzige Art und ihr fröhliches Wesen sehr. Sie ist glücklich mit sich und der Welt, hat zwei wundervolle Freundinnen und gerade die Liebe zum Theaterspielen für sich entdeckt. Mit ihrem Vater hat Cadie sich bereits viele Shakespeare Stücke angeschaut, sodass sie nun darauf brennt, selbst auf der Bühne zu stehen. Dies macht sie so gut, dass sie im Schultheater die Hauptrolle bekommt. Die Welt des Theaters hat die Autorin wundervoll in die Geschichte eingewoben, man spürt in jeder Zeile, wie sehr sie sich ebenfalls mit dieser Welt verbunden fühlt. 

Ebenso fantastisch und authentisch sind auch die restlichen Charaktere des Buches, was ein unheimlich großer Pluspunkt ist. Cadies beste Freundin Raven, deren Mutter und Großmutter habe ich ebenfalls sehr in mein Herz geschlossen, genauso wie einen großartigen jungen Mann, der die Gefühlswelt von Cadie gehörig durcheinanderwirbelt. Die Story wird sowohl durch den interessanten Inhalt, als auch durch die unverwechselbaren Charaktere getragen. Ein weiterer genialer Aspekt ist die frühere unkonventionelle Lebensweise der Eltern sowie der definitiv interessante Ursprung der Namensgebung für Cadie und Josh, welchen ich an dieser Stelle allerdings nicht verraten möchte.

Der schöne und angenehme Schreibstil ist das berühmte Tüpfelchen auf dem i, auch dieser macht das Buch zu einem kleinen Highlight. Das Ende hält keine großen Überraschungen bereit, was auch gar nicht nötig ist, denn der Weg dorthin, macht dieses einfach rund um perfekt. 


Fast schon Bühnenreif“ von Lisa Rosinsky ist ein wundervolles Jugendbuch, dass den Umbruch und das neu zusammenwachsen einer Familie schildert, als unerwartet eine weitere Tochter und somit auch eine Halbschwester Teil dieser wird. Die Geschichte wird aus der Sicht von Cadie erzählt, die durch die neue Situation mit den unterschiedlichsten Emotionen konfrontiert wird. Das Leben aller Beteiligten verändert sich, dass dies nicht immer schlecht sein muss, wird Cadie erst im Laufe der Zeit klar. All dass, sowie die unbändige Liebe zum Theater und noch so vieles mehr, stecken in diesem großartigen Buch, das ich uneingeschränkt empfehle. 

5/5 Flügeln für diese berührende und authentische Geschichte! 




 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.


Kommentare:

  1. Hi Prinzessin <3,

    die Geschichten aus dem Magellan Verlag sind einfach nur toll, da kann ich dir absolut zustimmen. Und auch diese Story klingt interessant und einfach aus dem wahren Leben gegriffen. Deine Rezi macht, wie immer, sehr neugierig und es freut mich, dass du so tolle Lesestunden mit dem Buch hattest ^^

    Drück dich, Küsschen,
    Uwe

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  2. Guten Morgen meine allerliebste Ally ♥♥♥♥♥
    Die Bücher aus dem Verlag sind immer soooo schön und liebevoll aufgemacht. Die Geschichte klingt ganz zauberhaft. Schön, dass Dich die Autorin so mitziehen konnte.
    Liebe Grüße und einen tollen Wochenstart
    Deine Andrea, die Dich ganz fest knuddelt mit genug Luft zum Atmen ♥♥♥♥

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  3. Huhu Ally-Schatz, <3

    ich habe nichts anderes erwartet, als dass dich dieses Magellan Buch würde begeistern können.
    Die Charaktere von denen du erzählst hätten mich auch total angesprochen. Und ich finde, dadurch gewinnt ein Autor schon wahnsinnig viel, wenn man ein Händchen für die Charaktere hat.

    Liebe Grüße
    Sandra

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