Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

Die Wiege aller Welten - Jeremy Lachlan - Rezension

https://www.loewe-verlag.de/titel-1-1/die_wiege_aller_welten-9270/

Verlag: Loewe Verlag
Hardcover
ISBN: 978-3-7432-0307-5
Seiten: 394
Preis: 17,95 €
Übersetzung: Nadine Mannchen
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In dem Örtchen Bluehaven steht ein ganz besonderes Schloss, denn dieses ist der Eingang zu den Anderwelten. Über viele Jahrhunderte hinweg haben die Menschen, die mutig genug waren das Schloss zu betreten, dort viele Abenteuer erlebt. Doch vor 14 Jahren, in der Nacht des großen Bebens, hat das Schloss im wahrsten Sinne des Wortes John White und seine Tochter Jane ausgespuckt. Seitdem ist das Tor verschlossen, was die Inselbewohner den Whites sehr übelnehmen. Einige Ereignisse geben schließlich den Ausschlag dafür, dass die Menschen von Bluehaven Jane vor Gericht stellen wollen, doch da bebt die Erde erneut.


Da der Inhalt des Debütromans „Die Wiege aller Welten“ von Jeremy Lachlan so unglaublich gut klang, musste ich dieses Buch natürlich lesen. Zunächst lernte ich die 14-jährige Jane kennen, die gemeinsam mit ihrem Vater im Keller der Familie Hollow lebt. In ganz Bluehaven werden die Whites wie Aussätzige behandelt, da man ihnen die Schuld daran gibt, dass sich seid ihres plötzlichen Auftauchens, das Tor des Schlosses nicht wieder öffnen lies. Einzig die 8-jährige Tochter der Hollows, Violet, behandelt John und Jane gut und ist deren einzige Freundin. Jane kümmert sich um ihren Vater, erledigt für die Familie diverse Hausarbeiten und bleibt ansonsten möglichst unsichtbar. Wann immer die Bewohner der Insel Jane zu Gesicht bekommen, piesacken und beschimpfen sie diese. Durch diverse Umstände, wollen die Bewohner Jane eines Tages vor Gericht stellen, doch dann bebt die Erde erneut, das Schicksal nimmt seinen Lauf und Jane findet sich plötzlich im Schloss, auf der Suche nach ihrem Vater, wieder.  

Jane war mir von Anfang an super sympathisch, da sie rotzfrech, schlagfertig, klug und liebevoll zugleich ist, einen genialen Humor hat und sich von den restlichen Inselbewohnern nie unterkriegen lässt, auch wenn diese unglaublich fies und gemein zu ihr sind. In ihr steckt so viel, was sich erst im weiteren Verlauf so richtig offenbart. Die Menschen von Bluehaven können ihr geliebtes Schloss nicht mehr betreten, seit dieses Jane und John in deren Stadt gebracht hat, was natürlich für jede Menge Unmut sorgt. Jane, die damals noch ein Kleinkind war, kann sich kaum mehr an etwas erinnern, aber dennoch schlägt ihr von fast allen, permanenter Hass entgegen. Daher ist Jane im Untertauchen ein echtes Genie und hat sich in all den Jahren eine dicke Haut zugelegt. John kann Jane auf ihre vielen Fragen auch keine Antworten geben, da dieser geistig verwirrt ist. Ganz Bluehaven ist von Rissen durchzogen, die durch die immer wieder auftretenden Erdbeben zustande kamen, natürlich werden auch hierfür die Whites verantwortlich gemacht. 

Daher ist bereits der Einstieg in die Geschichte ziemlich interessant. Ich wollte unbedingt mehr über die Whites, dieses seltsame Örtchen und natürlich über das Schloss erfahren. Das Schloss ist eine Art Portal, dass in diverse Anderwelten führt, es ist sehr eigenwillig und beherbergt jede Menge Gefahren, die für richtig viel Action und Spannung sorgen. Als John und Jane das Schloss auf unterschiedliche Weise erneut betreten, war das Lesen für mich wie ein nie enden wollendes Feuerwerk. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da ich so neugierig war, was als nächstes passiert und was Jane, ihre Begleiter Hickory und ein weiteres Mädchen, noch alles erleben würden. Ein Schloss an sich, ist zwar wunderschön, aber nicht sonderlich spektakulär. Doch dieses ist es dank des Ideenreichtums des Autors auf jeden Fall. Das Schloss bietet so viele Möglichkeiten, die Jeremy Lachan in diesem ersten Band noch längst nicht ausgeschöpft hat. Es ist nicht nur ein Dimensionsportal, sondern so unendlich viel mehr. Auch die diversen Wesen, die Jane und ihren Gefährten das Leben schwer machen, sind alles andere als typisch. Durch den tollen Schreibstil und die gelungenen Beschreibungen, konnte ich mir die Kreaturen und auch alles andere, richtig gut vorstellen. 

Die Mischung aus Märchen und Fantasy sowie der komplexe Weltenentwurf, haben es mir definitiv ebenso angetan. Die Geschichte ist zwar auch des Öfteren skurril, zum Glück allerdings in einem noch guten Maß. Ich wusste selten was als nächstes passiert oder worauf der Autor letztendlich hinaus will. Denn ein Geheimnis offenbart sich erst sehr spät, dieses wiederum wirft das bisher geglaubte nochmals ein ganzes Stück weit über den Haufen, was mir extrem gut gefallen hat. So sind auch die Wendungen überhaupt nicht vorhersehbar. Dadurch bleibt auch der Spannungsbogen kontinuierlich hoch, was ich auch richtig großartig fand. Ebenso wie die Tatsache, dass sich der Autor keinen stereotypischen Klischees bedient. Jeremy Lachlan webt unterschwellig viele weitere wichtige Themen in seinen Roman ein, was von mir natürlich ebenfalls nicht unbemerkt blieb. 

Auch die Charaktere sind sehr gut gestaltet. Ganz besonders gerne mochte bzw. mag ich Violet, sie ist neben Jane die genialste Figur in der Geschichte. Aber auch Hickory finde ich richtig toll. Bei ihm wusste ich lange nicht woran ich bin und das was er verbirgt, hätte ich so auch absolut nicht erwartet. Weitere wichtige Personen sind zum einen natürlich John und Winifred Robin, die wiederum auch so einige Rätsel mit sich bringt und dank ihrer Visionen ebenfalls einen großartigen Part in der Story einnimmt. Die meisten Bluehavener sind sehr abergläubisch und engstirnig, was sie extrem anstrengend macht. Doch ohne deren schreckliches Verhalten, wären Jane und auch Violet niemals die geworden, die sie heute sind. Die Liebe zwischen Vater und Tochter ist unverkennbar, was dem Buch zusätzlich Emotionalität verleiht. Außerdem bahnt sich etwas an, das sehr zart und auch überraschend ist. Hier bin ich sehr auf den Folgeband gespannt, denn dass es einen geben wird, ist nach dem genialen Ende und nach den letzten Kapitel recht offensichtlich. 

 
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Leser aller Altersgruppen von der atmosphärischen Umgebung, dem großartigen Setting, dem gigantischen Schloss und den tollen Charakteren, allen voran Protagonistin und Antiheldin Jane, angezogen fühlen und ebenso begeistert wie ich in „Die Wiege aller Welten“, dem Debütroman des Autors Jeremy Lachlan, eintauchen werden. Ich kann diese besondere, alles andere als klischeehafte Geschichte rund um empfehlen. 

5/5 Flügeln für Jane und ihre ersten Schlossabenteuer! 






Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare:

  1. Huhu Ally-Schatz, <3

    als ich den Klappentext gelesen habe, war ich schon extrem neugierig. Dann hast du mich mit deinen Worten total angefixt und deine Rezi hat mich jetzt absolut überzeugt, dass das definitiv eine Geschichte für mich ist. :-)
    Ich finde es sehr spannend, dass die Protagonistin und ihr Vater so schlecht von den Dorfbewohnern behandelt werden. Aber so wie du Jane beschreibst, scheint sie ziemlich taff zu sein!
    Auch das Schloss mit seinen Anderwelten klingt extrem genial. Ist irgendwie schon bekannt wie viele Bände die Reihe haben wird?

    Liebe Grüße
    Sandra

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  2. Hallöchen Prinzessin <3,

    ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich das Buch gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Aber deine Rezi macht mich verdammt neugierig und dank dem tollen Überraschungspaket vom Loewe Verlag kann ich dieses Buch nun lesen. Ich bin sehr neugierig, wie es mir gefallen wird und freue mich auf den Austausch mit dir ^^

    Drück dich, Küsschen,
    Uwe

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  3. Meine wundervollste, tollste, beste und liebste Ally :-) ♥♥♥♥
    das Buch habe ich ja gerade schon bei Deinem Seelenfutter gesehen und Deine Rezension klingt wirklich vielversprechend. Volle Flügelzahl und eine atmosphärische Umgebung mit großartigem Setting? Das hört sich an, als müsste ich es unbedingt lesen. Vermutlich aber erst nächstes Jahr, ich bin sowas von in Weihnachtsstimmung, dass ich gerade am liebsten den ganzen Tag kitschige Weihnachtsfilme oder Bücher lese :-D
    Danke für die wundervolle Vorstellung.
    Fühl dich ganz fest gedrückt vom Mond bis zurück :)
    Deine Andrea ♥♥♥♥

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  4. Huhu meine geliebte Ally <3,

    oh je ich hab da ja einiges nachzuholen :o mal sehen wie lange ich dafür brauche. Ich glaub ich war bestimmt seit Sommer nicht mehr auf deinem Blog. Mega sorry... Aber damit soll jetzt erst einmal Schluss sein!

    Ich hab es gerade sehr genossen, deine Rezi zu diesem bezaubernd klingenden Buch zu lesen. Ehrlich gesagt, ist es mir bislang gar nicht unter die Augen gekommen, aber es klingt so toll, dass ich mir das unbedingt merken muss. Beim Lesen deiner Rezi, die wie immer sehr schön geworden ist :), hatte ich direkt Bilder vom Ort sowie dem Schloss vor Augen. Und so wie du das beschreibst, wird es beim Lesen bestimmt noch wunderbarer!

    Tausend Dank für deine gelungene Rezi, meine Liebe <3,

    fühl dich gedrückt,
    deine Cata

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Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich sehr über einen Kommentar freuen.


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