Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

Die Worte des Windes - Mechthild Gläser - Rezension

Verlag: Loewe
Klappbroschur
ISBN: 978-3-7432-0456-0
 Seiten: 462
Preis: 14,95 €
Übersetzung: -
 Mit Klick auf das Buch, gelangt ihr direkt auf die Verlagsseite!
 

Robin ist eine Wetterhexe, die in der Menschenwelt untergetaucht ist, damit ihre Familie sie nicht aufspüren kann. Vor vier Jahren ist sie ihrem Herzen gefolgt und hat etwas getan, weswegen nicht nur ihre Mutter die Königin von Atlantis, und ihre Schwestern die Prinzessin verurteilen, sondern ihr ganzes Volk. So hält sie sich bedeckt und übt auch ihre Wettermagie, die sie schmerzlich vermisst, nicht mehr aus. Bis eines Tags die Sturmjäger Aaron und Damian auftauchen, die ihre Hilfe benötigen. Denn die kleine Küstenstadt wird von Donnerdrachen heimgesucht, die es zu vernichten gilt. Obwohl für Robin so viel mehr auf dem Spiel steht, hilft sie den beiden, denn sie hat einst einen Eid geschworen, die Menschen stets zu beschützen. 


 Da ich Mechthild Gläsers Bücher seit Jahren unglaublich gerne lese, freue ich mich immer sehr, wenn wieder ein Neues von ihr erscheint. Daher war ich auf „Die Worte des Windes“ natürlich sehr gespannt. Bereits das wunderschöne Cover verspricht eine tolle Story und auch der Inhalt rund um die Wetterhexen und Magie, klang für mich sofort vielversprechend. Der Prolog führt die Leser in die Welt besagter Hexen ein, sodass ich sofort ein wunderbares Bild von ihnen und einem großen Kessel, in dem das Wetter gebraut wird, vor Augen hatte. In der Tat ist es beinahe tatsächlich so, denn die gutherzigen Hexen sind für das Wetter auf der Erde verantwortlich. Sie passen auf die Menschen auf und beschützen diese auch so gut wie möglich vor den „anderen“ Stürmen, die nicht durch sie ausgelöst werden. Sie regeln seit vielen Jahrhunderten das Wetter und versuchen auch der, von den Menschen verursachten Klimaerwärmung, entgegenzuwirken, was sie vor einige Herausforderungen stellt. Doch es gibt auch Hexen, die die Menschen mittels Blutmagie für deren lapidares Verhalten gegenüber der Umwelt bestrafen wollen.

Robin, ihres Zeichens ebenfalls Wetterhexe und zeitgleich Prinzessin, lebt in dieser turbulenten Zeit versteckt und unerkannt unter den Menschen. Vor vier Jahren ist sie ihrem Sinn für Gerechtigkeit und Freiheit gefolgt, und hat etwas getan, das weitreichende Folgen für sie, aber vor allem auch für ihr Volk hatte. Daher ist Robin seither auf der Flucht vor ihrer Mutter, der Königin von Atlantis, und vor ihren älteren Schwestern. Sie wohnt mit zwei weiteren Mädels und einem Betreuer, der obdachlosen Jugendlichen ein zu Hause gibt, in einem kleinen Häuschen. Robin geht zur Schule und verhält sich auch ansonsten sehr unauffällig, wodurch sie sich problemlos als ganz normaler Mensch ausgeben kann. Doch eines Tages trifft sie auf einen gefährlichen Donnerdrachen, der sein Unwesen normalerweise nur auf hoher See und dem Meer treibt. Durch das Auftauchen dieser und weiterer Kreaturen in der kleinen Küstenstadt, begegnet Robin Aaron und Damian, zwei Sturmjägern, die ihre Hilfe benötigen. Da Robin die Menschen nicht im Stich lassen kann, sagt sie ungeachtet der Folgen, die nicht nur für sie sehr weitreichend sind, zu. Ein wahrer Sturm, nicht nur in Form von Naturgewalten, bricht sich daraufhin Bahn.

Robin mochte ich sofort, denn dass, was sie damals als Kind bzw. 12-jährige getan hat, spricht sehr für ihr gutes Herz und ihren Gerechtigkeitssinn. Dass dies enorme Konsequenzen für ihr ganzes Volk hat, war ihr damals nicht in vollem Maße bewusst. So konnte ich absolut nachvollziehen, dass Robin ein eher zurückgezogenes Menschendasein führt und sich in ihrer kleinen WG, unabhängig von den gegebenen Umständen, recht wohl fühlt. Selbstverständlich vermisst sie vor allem ihr Dasein als Wetterhexe und begabte Jägerin. Als dann Aaron und Damian in ihr Leben treten, holt sie die Vergangenheit wieder ein, denn den beiden Sturmjägern bleibt nicht lange verborgen, dass sie eine von ihnen ist. Doch die Bekämpfung der Donnerdrachen ist nur ein Teil des großen Ganzen, sodass ich definitiv von der Handlung gefesselt war und mehr über diese Spezies sowie über das, was früher geschehen ist, erfahren wollte. 

Zu Beginn bilden Aaron, sein Lehrling Damian und Robin eher eine Zweckgemeinschaft, die dasselbe Ziel verfolgen. Da Robin, bedingt durch ihre wahre Identität, niemandem vertrauen kann, ist auch Aaron ihr gegenüber eher zurückhaltend. Doch die drei werden mit der Zeit ein tolles Team und Robin und Aaron kommen sich auch gefühlsmäßig näher. Die Liebesgeschichte ist zum Glück unaufdringlich und schmiegt sich perfekt in die Geschichte und die Begebenheiten an. Dennoch ist sie süß und verleiht dem Buch eine schöne Wärme, die man in der Nähe von Robins Familie vergebens sucht. Aaron ist sehr charmant, verwegen, tapfer und zielstrebig. Er tut alles für ein gutes Leben und hat hohe Erwartungen an sich, seine Kräfte und in seine Sturmjägerfähigkeiten. Dadurch trifft er ab und an fragwürdige Entscheidungen. Damian ist immer an seiner Seite. Obwohl dieser keinerlei Magie besitzt, ist er mutig und kämpft doppelt so hart, um als Sturmjäger zu bestehen. Ich mochte beide Jungs sehr.

Das etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, und gefährliche Mächte im Spiel sind, wird den dreien schnell klar und so führt diese Tatsache sie nicht nur quer durch das kleine Städtchen, sondern auch hinab in die Tiefen des Ozeans.

Wie bei all ihren Büchern, beweist Mechthild Gläser ihr Gespür für wunderbare Fantasygeschichten und außergewöhnliche Ideen. Ich mochte die Mischung aus normaler Menschenwelt, gespickt mit Magie und die komplett magischen Komponenten rund um die Wetterhexen und Atlantis sehr. Besonders in der Meeresstadt, gibt es so viele liebevolle Details und kleinere Spielereien zu entdecken, was einfach herrlich ist. Auch die Wetterhexen und alles, was mit ihnen zusammenhängt, sowie die Einbindung der Klimaerwärmung und die dadurch entstehenden Konsequenzen, fand ich definitiv gelungen. Und auch das, was letztendlich hinter dem Auftauchen und der Zerstörungswut der Donnerdrachen steckt, sowie die finale Auflösung, gefiel mir richtig gut. Ich hätte mir insgesamt noch mehr Spannung gewünscht, doch dies macht das tolle Setting, die schöne Umsetzung, der Aufbau und die Handlung an sich, fast wieder wett. 

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt großartig und mitreißend, sodass man sich alles wunderbar bildlich vorstellen kann und das Buch, nicht aus der Hand legen und immer weiterlesen möchte. Ich hatte großartige Lesestunden mit diesem Roman und bin auch mit dem Ende absolut zufrieden.

 

Mit „Die Worte des Windes“ ist Mechthild Gläser ein wunderbarer Mix aus Realität und Fantasy gelungen. Die Autorin behandelt sowohl aktuelle Themen, wie die Klimaerwärmung, entführt ihre Leser aber auch in die Welt von Wetterhexen inklusive diverser Wetterkapriolen und Naturphänomene. Die Geschichte und das zum Teil unter dem Meer angesiedelte Setting, sind mystisch und magisch zugleich, sodass es definitiv Freude macht, in diese einzutauchen. Auch wenn mir etwas die Spannung gefehlt hat, kann ich dieses tolle Buch absolut empfehlen. 

 

4,5/5 Flügeln für Wetterhexe Robin und ihr Abenteuer! 



 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.


Kommentare:

  1. Hallöchen Ally-Schatz, <3

    die Bücher von Mechthild Gläser sind immer etwas total besonderes. Ich mag ihren Ideenreichtum wirklich wahnsinnig gerne und auch dieses Buch klingt wieder richtig fantastisch. Und das Thema Hexen geht sowieso einfach immer. :-)
    Schade das dir etwas Spannung gefehlt hat. Das du aber trotzdem fast die volle Punktzahl vergibst spricht definitiv für die Geschichte.

    Liebe Grüße
    Sandra

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Prinzessin <3,

    mir hat die Geschichte auch richtig gut gefallen. Besonders die Idee der Wetterhexen und ihrer Magie sowie die Donnerdrachen hatten es mir gleich angetan. Dank dem wieder einmal tollen Schreibstil von Mechthild hatte ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen.

    Drück dich, Küsschen,
    Uwe

    AntwortenLöschen
  3. Meine wundervolle und liebste Ally ♥♥♥
    Das klingt ja nach einem richtig interessanten Buch. Vor allem dass auch so wichtige Themen wie z.B. der Klimawandel kindgerecht behandelt und gleichzeitig mysteriös und spannend verpackt wird, klingt vielversprechend. Da ich allgemein Geschichten mag in denen es um Hexen geht, werde ich das Buch im Hinterkopf behalten. Von der Autorin habe ich nämlich bisher auch noch nichts gelesen.
    Danke für die liebevolle und toll verfasste Rezension.
    Liebe Grüße
    Deine Andrea, die dich umherwirbelt ♥♥♥

    AntwortenLöschen

Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich sehr über einen Kommentar freuen.


Mit dem hinterlassen eines Kommentars, erkennst du die Speicherung deiner personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) sowie eine eventuelle Nutzung und Weiterverarbeitung z. B. für Statistiken durch Google oder andere Firmen an. Nähere Informationen dazu erhältst du in der DATENSCHUTZERKLÄRUNG .