Das Herz ist wie ein Buch, manche dürfen einen Moment darin blättern, einige
dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

Der Tag, an dem ich in ein Märchen fiel - Ben Miller - Rezension

Verlag: arsEdition 
Hardcover
ISBN: 978-3-8458-5048-1
 Seiten: 251
Preis: 14,00 €
Übersetzung: Leena Flegler
 Mit Klick auf das Buch, gelangt ihr direkt auf die Verlagsseite!
 

 Lana hat Schulferien, die sie eigentlich mit ihrem großen Bruder Harrison verbringen möchte, doch dieser ist dauernd am lernen und hat für sie keine Zeit. Plötzlich und quasi über Nacht, taucht ein großer Supermarkt in dem kleinen Örtchen, in dem Lana mit ihrer Familie wohnt, auf. Grimm`s, so der Name des gigantischen Markts, bietet jede Menge Rabattaktionen, sodass auch Lana diesen mehrfach mit ihren Eltern besucht, um sich die Langeweile zu vertreiben. Ihre Mum kauft Lana dort ein Märchenbuch, in dem sie ihr Abends beginnt vorzulesen. Bei einem weiteren Besuch im "Grimm`s" öffnet sich für Lana ein magisches Tor in die Märchenwelt. Dort erfährt sie, dass die Märchenwelt in Gefahr schwebt und beschließt diese zu retten. Doch dafür, braucht Lana die Hilfe von Harrison, daher muss sie ihren Bruder unbedingt davon überzeugen, an die Echtheit der Märchen zu glauben, ehe es zu spät ist. 
 

 Da mir bereits "Der Junge, der die Welt verschwinden lies" von Ben Miller gut gefällt, war ich extrem gespannt auf "Der Tag, an dem ich in ein Märchen fiel" das der Autor dieses Mal für seine Tochter geschrieben hat. Sie heißt ebenfalls Lana, wie die Protagonistin. Somit bleibt er seiner Linie treu, denn Harrison, der Protagonist des quasi ersten Bands, ist nun auch wieder mit von der Partie. Ich finde es so schön, dass der Autor die Bücher nicht nur seinen Kindern widmet, sondern diese, inklusive ihrer echten Persönlichkeiten, zu Hauptpersonen macht. 

Lana möchte in ihren Schulferien so gerne mit ihrem großen Bruder Harrison spielen, so wie sie es bisher immer gemacht haben. Doch Harrison ist permanent am Lernen und hat somit weder für sie, noch für irgendwelche albernen Kinderspiele Zeit. So ist es Lana meist langweilig. Daher freut sich das Mädchen sehr, als plötzlich und über Nacht, ein gigantischer Supermarkt mit dem Namen Grimm`s, entsteht. Da dieser mit tollen Sparangeboten lockt, kommt Lana in den Genuss mehrfacher Besuche. Bei Grimm`s, scheint tatsächlich nur ein einziger Mitarbeiter zu arbeiten, der allerdings permanent in andere Rollen schlüpft, was Lana definitiv suspekt ist. Dennoch findet sie es im Grimm`s, nicht zuletzt auch wegen des Märchenbuchs, das sie von ihrer Mama dort geschenkt bekommt, ziemlich cool. Auch die Süßigkeitenabteilung hat es ihr definitiv angetan. Dies steigert sich noch, als Lana unerwartet in ein magisches Tor in die Märchenwelt fällt. 

Dort angekommen ist allerdings nicht alles so, wie es sein sollte. Lana merkt schnell, dass die Märchenwelt in Gefahr schwebt, daher ist ihr klar, dass sie nochmals dorthin zurückkehren, und Dornröschen und den anderen helfen muss. Allerdings braucht Lana dafür dringend den Beistand von Harrison, der ihr zunächst nicht glaubt. Doch Lana schafft es, ihren Bruder zumindest zu einem Besuch bei Grimm`s zu überreden. Da nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Ich fand die Idee mit dem magischen Portal, dass im Grimm`s Supermarkt seinen Ursprung hat, genial. Denn alleine der Aufbau von diesem, ist sehr speziell und gleichzeitig richtig cool, genau wie dieser gigantische Supermarkt, der Erwachsene mit Schnäppchen anlockt. Außer Lana scheint auch niemandem aufzufallen, dass dort nur ein einziger Mitarbeiter den Laden schmeißt, der permanent in die unterschiedlichsten Rollen schlüpft. Er ist es auch, der letztendlich dafür sorgt, das Lana nicht nur das Märchenbuch erhält, sondern auch das Portal entdeckt und benutzt.

Ben Millers Bücher sind definitiv skurril, aber auf eine gute und interessante Weise. So scheint sich kaum ein Erwachsener zu wundern, dass Grimm`s in einer Nacht, im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Nichts heraus, erscheint. Ungewöhnlich ist auch, dass Lana mit ihren neun Jahren noch keine Märchen, sprich auch nicht deren Inhalt, kennt. Auch wenn Märchen definitiv zum Teil ziemlich gruselig sind, kommen die meisten Kinder bereits in jüngeren Jahren mit diesen, vor allem auch den Bekanntesten, in Berührung. Lana kennt allerdings erst den Anfang von Dornröschen, als sie das erste Mal in diesem Märchen landet. Dennoch begreift sie schnell, dass etwas nicht stimmt. So beschließt das mutige Mädchen schließlich auch einzugreifen. Gemeinsam mit Harrison, der Lana, dank ihrer Überredungskunst zu Grimm`s begleitet, versucht sie alles um Dornröschen nicht nur zu Beginn, sondern auch weit in deren Zukunft, zu helfen. 

Ich fand es toll, dass ich als Leserin nicht nur die bekannten Szenen von Dornröschen erleben durfte, sondern auch diese, die später spielen. Der Autor mixt hier auch drei Märchen, Dornröschen, Hänsel und Gretel und Brüderchen und Schwesterchen zu einem zusammen, was definitiv toll ist. Ich hätte mir hier noch etwas mehr Spannung gewünscht, auch wenn Lana und Harrison einiges erleben. Die Zwei halten zusammen wie Pech und Schwefel, was nicht nur ihnen, sondern auch den freundlichen Märchenfiguren, zugute kommt. Absolut interessant ist auch die Rolle, die besagter Supermarktmitarbeiter in der kompletten Geschichte spielt. Dieser war mir von Beginn an unsympathisch und suspekt, was sich bewahrheitet hat. Er arbeitet auch mit einer anderen Figur zusammen, sodass sich der Kreis letztendlich auch schließt. Daher hatte ich auch mit den Märchencharakteren meinen Spaß, auch wenn ich zu diesen keine Bindung aufgebaut habe.

Lana und Harrison mochte ich beide, sowie auch bereits im quasi "ersten" Band, sehr. Sie verhalten sich, wie es alle Geschwister tun, bilden aber eine unzertrennliche Einheit, wenn es darauf ankommt. Dass sie sich lieben, ist stets spür- und sichtbar. Ich fand es großartig, dass die Kinder gemeinsam ein tolles Abenteuer erleben, welches sie garantiert nie vergessen werden.
 
Auch das Ende des Buches gefiel mir, da es alles wunderbar abschließt und bis auf die Herkunft des Grimm`s, alle Fragen weitestgehend geklärt wurden. Und für den Rest ist es schön, einfach die eigene Fantasie spielen zu lassen und an die Magie aller Geschichten und Märchen zu glauben. Ich freue mich daher auf jeden Fall sehr auf das dritte Buch des Autors, welches er nicht nur seinem ältesten Sohn widmet, sondern das auch eine Weihnachtsgeschichte erzählt. 


"Der Tag, an dem ich in ein Märchen fiel" von Ben Miller ist quasi die Fortsetzung von "Der Junge, der die Welt verschwinden lies" und doch, ist es ein völlig eigenständiges Buch. Die Leser*innen treffen erneut auf Harrison und seine kleine Schwester Lana, die dieses Mal im Fokus der Geschichte steht. Gemeinsam reisen die Geschwister, dank eines magischen Portals, in die Märchenwelt. Dort versuchen die Kinder nicht nur Dornröschen und ihre Nachfahren, sondern auch noch einige andere Märchenfiguren, vor den skrupellosen Machenschaften einer bösen Hexe und ihrem Handlanger zu retten. Nur wenn sie dies schaffen, können die Beiden wieder unversehrt nach Hause zurückzukehren.
 
 
 
 Ich vergebe 4,5/5 Flügeln für diese tolle Buch! 





 
 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich sehr über einen Kommentar freuen.


Mit dem hinterlassen eines Kommentars, erkennst du die Speicherung deiner personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) sowie eine eventuelle Nutzung und Weiterverarbeitung z. B. für Statistiken durch Google oder andere Firmen an. Nähere Informationen dazu erhältst du in der DATENSCHUTZERKLÄRUNG .