Verlag: magellan
Hardcover
ISBN: 978-3-7348-4764-6
Seiten: 174
Preis: 17,00 €
Übersetzung: Franziska Hüther
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Im Waisenhaus kämpft die zwölfjährige Mika mit den anderen Kindern ums überleben, denn der verheerende Winter des Jahres 1880 hat die Stadt fest im Griff. Als eines Nachts ein neugeborenes Mädchen im Waisenhaus abgegeben wird und nur wenig später ein Mord geschieht, der die "Handschrift" des Nachtraben trägt, spürt Mika das beide Vorfälle zusammenhängen. Der ermittelnde Kommissar Valdemar Hoff, glaubt Mika und bittet sie, ihm zu helfen, da diese über eine ganz besondere Beobachtungsgabe verfügt. Da die Vorräte im Waisenhaus immer knapper werden, willigt Mika nur allzu gerne ein. Gemeinsam setzen die beiden alles daran, um den Fall aufzuklären, denn sollte der Nachtrabe wirklich noch am Leben sein, ist niemand mehr sicher.
"Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben" von Johan Rundberg hat mich, aufgrund der Geschichte und des grandiosen Covers, das mich definitiv in seinen Bann gezogen hat, sofort neugierig gemacht, daher habe ich mich sehr aufs Lesen gefreut.
Die zwölfjährige Mika hat kein leichtes Leben, denn sie wohnt mit vielen anderen Kindern in einem Waisenhaus und arbeitet stundenweise in einer Gasstätte. Dennoch ist sie dankbar im Waisenhaus ein Zuhause zu haben. Die anderen Kinder, allen voran ihr bester Freund Rufus, sind für sie wie Geschwister und auch die betreuenden Erwachsenen, meines es gut mit ihren Schutzbefohlenen. Dennoch ist vor allem im Winter das Essen, Feuerholz und natürlich das Geld knapp.
Als ein mysteriöser Junge in einer bitterkalten Nacht ein neugeborenes Baby in Mikas Obhut gibt, und einen Dunklen Engel erwähnt, ehe er das Waisenhaus schnellen Schrittes wieder verlässt und wenig später ein Mord geschieht, spürt das Mädchen sofort, dass beide Ereignisse zusammenhängen. Mika hat eine einzigartige Auffassungs- und Beobachtungsgabe, was dem ermittelnden Kommissar Valdemar Hoff bei einer Befragung sofort auffällt.
Kurzerhand nimmt er Mika mit und lässt diese die Leiche in Augenschein nehmen, da ihm die Fähigkeiten des Mädchens imponieren. Kommissar Hoff ist sich sicher, dass der Mord das Werk des Nachtraben, einem berüchtigten Serienmörders, ist. Das gilt es nun zu beweisen, denn dieser wurde vor einigen Jahren eigentlich hingerichtet. So beginnen die beiden gemeinsam zu ermitteln, denn der Täter muss unbedingt aufgehalten werden, ehe ein weiterer Mord geschieht. Und auch, was das Baby, das Mika sofort ins Herz geschlossen hat, mit dem Ganzen zu tun hat, muss sie unbedingt herausfinden.
Das Setting des Auftaktbands dieser mehrteiligen Krimi-Kinderbuchreihe, die im Jahr 1880 während eines bitterkalten Winters in Stockholm spielt, hat es mir sofort angetan. Die Atmosphäre ist düster, geheimnisvoll, mystisch und einnehmend. Der Autor beschreibt die Gefahren und Grausamkeiten dieses Jahrhunderts, sowie das Leben der ärmeren Bevölkerung und insbesondere das der Kinder im Waisenhaus sehr bildlich und realistisch. Trotz all der Entbehrungen und Schwierigkeiten, halten die Kinder sowie deren Betreuungspersonen aber stets zusammen, was bemerkenswert ist. Da Mika dem Kommissar enorm hilft und ihm auch gerne Paroli bietet, wird ihm das Mädchen im weiteren Verlauf immer wichtiger. Daher beschützt er Mika wenn nötig, versorgt sie mit Essen und das Waisenhaus mit Brennholz, was allen darin wohnenden zu Gute kommt.
Auch wenn die Kapitel oft spannend und für jüngere Leser*innen sicher unheimlich und auch bedrückend sind, kommt der Humor dennoch nicht zu kurz. Denn das Mädchen und der Kommissar ergänzen sich auf ganz wunderbare Weise. Der komplette Fall ist sehr interessant aufgebaut, weshalb auch ich als Erwachsene unglaublich gerne miträtselte, definitiv überrascht wurde und das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Auch trotz der Düsternis, fehlt es dem Buch auch nie an Herzenswärme und Geborgenheit.
Die Story wird ganz besonders durch die beiden Hauptcharaktere und deren Interaktion miteinander getragen. Mika ist unglaublich mutig, extrem schlau, nicht auf den Mund gefallen und sehr gerechtigkeitsliebend. Kommissar Valdemar Hoff ist vor allem zu Beginn eher Wortkarg und brummelig, aber durchaus auch charmant. Beide geben, egal vor welchen Herausforderungen sie stehen, nicht auf, was sie zu einem tollen Team macht. Ich hatte daher definitiv viel Spaß dabei, dieses ungleiche Duo bei ihren Ermittlungen und generell zu begleiten.
So ist auch das Ende rund um befriedigend und wirklich gut. In Bezug auf Mikas Vergangenheit bleiben einige Fragen offen, das wiederum macht mich natürlich sehr neugierig auf den Folgeband. Daher freue ich mich auf jeden Fall auf weitere Fälle die Mika und Kommissar Valdemar Hoff sicher noch gemeinsam lösen werden.
"Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben" von Johan Rundberg ist der Auftaktband einer mitreißenden Krimi-Kinderbuchreihe, die im 19ten Jahrhundert während eines bitterkalten Winters in Stockholm spielt. Als ein Mord geschieht, der auf die Methoden des gefürchteten, allerdings auch bereits hingerichteten, berüchtigten Serienmörders aka des Nachtraben, hinweist, beginnt Kommissar Valdemar Hoff zu ermitteln. Hilfe holt er sich von der zwölfjährigen Mika, die eine ganz besondere Beobachtungsgabe hat und Zusammenhänge extrem schnell erkennt. Das Mädchen und der Kommissar sind ein ungleiches, aber grandioses Team, das sich wunderbar ergänzt und gemeinsam auch bald Erfolge aufweist. All das wiederum bescherten mir tolle, unterhaltsame, gefühlvolle und spannende Lesestunden.
Daher vergebe ich 5/5 Schwingen für diesen ersten, einnehmenden Band!
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In
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