Verlag: ueberreuter
Hardcover
ISBN: 978-3-7641-5316-8
Seiten: 251
Preis: 15,00 €
Übersetzung: -
Illustrator(in): Alina Brost
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Levi und Gwendolin, beide elf Jahre alt, gehören zu den Auserwählten die vor zweiundneunzig Jahren die unbewohnbare Erde via Raumfähre verlassen haben. Während der Großteil der zweiundsechzig Menschen an Bord die komplette Zeit über in Kältetanks verbracht hat und nun langsam erwacht, nimmt deren Raumschiff Kurs auf Erde 13. Da es während des Landeanflugs zu Komplikationen kommt, verteilen sich fast alle an Bord befindlichen Menschen auf ein Shuttle und Raumkapseln. Daher landen Levi, seine Mum Eloise, Gwendolin und Jasper, ohne zu wissen wo die anderen Mitreisenden gestrandet sind, unbeschadet auf ihrem neuen Zuhause. Dort stellen sich die vier all den Wundern, Rätseln, Gefahren und Gegebenheiten, die ihre zukünftige Heimat mit sich bringt.
Da ich die Bücher von Andreas Langer großartig finde, habe ich mich sehr auf sein Science Fiction Kinderbuch und somit auf "Erde 13 - Aufbruch ins Ungewisse" gefreut.
Da die Erde unbewohnbar geworden ist, sind vor zweiundneunzig Jahre einige Wissenschaftler, Techniker, Ärzte, Ingenieure, Biologen und deren Familienmitglieder sowie Menschen, die dank extrem teurer Lose bei einer Lotterie Plätze in der Raumfähre gewonnen haben, wodurch der Weltraumflug überhaupt erst finanziert und durchgeführt werden konnte, in eine ungewisse Zukunft aufgebrochen. Von den insgesamt zweiundsechzig Menschen an Bord, hat der Großteil dieser die komplette Zeit über eingefroren in Kältekapseln verbracht. Nur bzw. hauptsächlich der Commander, der Vater der elfjährigen Gwendolin, wurde ab und an von den Androiden an Bord geweckt, wenn es Probleme gab, die diese nicht alleine lösen konnten.
Da Levis Maam Biologin ist, durften auch die beiden mit an Bord. So beginnt die Geschichte auch damit, dass Levi aus seinem Kälteschlaf erwacht und sich das komplette Team an Bord auf den Anflug auf Erde 13 aka Terra Ny vorbereitet. Kinder gibt es in Levis Alter nur wenige, die meisten sind jünger, daher hofft er sehr, sich mit den Gleichaltrigen gut zu verstehen. Als beim Eintritt in die Atmosphäre die Hitzeschutzkapseln nicht mehr richtig funktionieren und überhitzen, entscheidet der Commander, dass nur die Flugcrew mit ihm an Bord bleibt und die Raumfähre versucht sicher zu landen, während alle anderen auf zehn Raumkapseln und ein Shuttle aufgeteilt, nacheinander zur Erde 13 geschickt werden.
Levi reist daher das letzte Stück gemeinsam mit seiner Mutter Eloise, Gwendolin und Jasper, einem Astrophysiker. Die vier, die alle Raum- bzw. Schutzanzüge tragen, kommen heil auf Erde 13 an. Ausgestattet mit Atemschutzmasken, einem Survivalkit sowie einem Armband mit dem man Fotos machen und die anderen via Funk kontaktieren kann, verlassen sie ihre Kapsel und beginnen ihre neue Heimat zu erkunden. Diese ist atemberaubend schön, das Wasser ist rotviolett, es wachsen bisher nicht gekannte Pflanzen und Bäume dort und immer wieder begegnen ihnen die unterschiedlichsten, ebenfalls nicht zuordenbare Tierwesen, von denen die meisten friedlich gestimmt sind. Doch auch die Gefahren sind definitiv nicht zu unterschätzen, was die vier schneller als ihnen lieb ist, herausfinden. Die Begegnung mit einem besonders großen Wesen sorgt sogar dafür, das Levi und Gwen für einige Zeit von den Erwachsenen getrennt werden, was weitere spannende Szenen mit sich bringt. Denn die zwei erforschen ihre Umgebung zwangsläufig auch alleine und finden dabei interessantes heraus. Außerdem schließt sich ihnen ein tierischer Freund an, was total herzig ist.
Ich war, ebenso wie die vier Gestrandeten, absolut fasziniert von diesem neuen, farbenfrohen Planeten, der, wie sich zum Glück bald herausstellt, auch ohne Sauerstoffmaske betreten werden kann, wenn eine bestimmte Stelle gemieden wird. Auch die unterschiedlichen Tiere sind großartig beschrieben und werden dadurch, dass Levi und Gwen diese auf Papier verewigen, noch realer. Die gemeinsamen Erlebnisse schweißen die beiden Kids zusammen, sodass sie sich tatsächlich anfreunden. Sie bleiben dabei aber stets Kinder, die froh sind, als die Erwachsenen wieder bei ihnen sind, auch wenn sie sich heldenhaft verhalten und sich mit tollen Ideen einbringen. Auch Eloise, Levis Maam ist fantastisch, sie behandelt die Kinder stets auf Augenhöhe und kümmert sich liebevoll um diese. Jasper hingegen ist wortkarg, des Öfteren grummelig und redet zu Beginn gar nicht mit Levi und Gwen, die nach wie vor nicht weiß, ob es ihrem Vater gut geht.
Daher ist die kleine Gruppe auch weiterhin auf der Suche nach den anderen Expeditionsmitgliedern, bis sie letztendlich auf eine weitere Kapsel-Crew treffen. Doch von allen anderen, fehlt immer noch jede Spur, da sich diese weit verstreut auf Erde 13 befinden könnten. Sie finden allerdings eine Raumfähre, die mehr Fragen als Antworten aufwirft und etwas unglaubliches offenbart. Das wiederum ist super interessant, ein wenig gruselig und spannend und macht, wie einige weitere Komponenten, definitiv neugierig auf den Folgeband, auf den ich mich sehr freue!
"Erde 13 - Aufbruch ins Ungewisse" von Andreas Langer, wunderbar von Alina Brost illustriert, ist ein großartiger Science Fiction Kinderbuchauftakt, der auch mich als Erwachsene komplett überzeugen konnte. Eine beinahe zerstörte Erde zwingt die Menschen zum handeln, so reist eine zweiundsechzig-Personen starke Gruppe mit einer Raumfähre und dank Kühlkapseln, zweiundneunzig Jahre durchs Weltall. Da es kurz vor der Landung auf ihrem neuen Heimatplaneten zu technischen Problemen kommt, fliegen die Teilnehmer das letzte Stück in einem Shuttle und Raumkapseln und landen, so hoffen zumindest alle, unversehrt und nur weit verstreut, auf Erde 13. Daher erkunden die beiden elfjährigen Gwen und Levi, dessen Mutter und einem Astrophysiker, zunächst alleine auf sich gestellt, den farbenfrohen Planeten, was mir fantastische und mitreißende Lesestunden bescherte.
Daher vergebe ich 5/5 Flügel/Schwingen für diesen genialen Auftaktband!
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In
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