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dürfen es sich für eine gewisse Zeit ausleihen, aber nur ganz wenigen schenkt man es!

Flora Brimble und der verlorene Frühling - Marcus Raffel - Rezension


Verlag: Thienemann
Hardcover
ISBN: 978-3-522-18879-1
Seiten: 323
Preis: 15,00 €
Übersetzung: -
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In Rye, einem kleinen englischen Dorf, will der Winter einfach nicht enden und dem Frühling Platz machen. Auch die dreizehnjährige Flora Brimble fühlt sich angesichts des Dauergraus schlapp und ermattet. Einzig ihre Geschichten rund um Protagonistin Harriet, die sie sich ausdenkt, machen den tristen Alltag erträglich. Mit Harriet die ein richtiger Sonnenschein ist, erlebt Flora die charakterlich eher einem Sommerregen gleicht, die schönsten Abenteuer, denn Harriet findet in jeder brenzligen Situation einen Ausweg. Da der Winter so gar nicht weichen will, was ihrem kranken Vater enorm zusetzt, nimmt sich Flora vor, den Frühling zurückzuholen. Daher macht sich das Mädchen auf die Suche nach der Maikönigin, damit diese die langersehnte Sonne und die Blumen zurückbringt. Ihr zur Seite stehen ein kluger, vorwitziger Kobold und ein sprechendes Eichhörnchen. Gemeinsam stellen sie sich einer bösen Hexe, die alles dafür tut, um Flora für ihre Zwecke zu gewinnen. Doch dank ihrer Verbündeten und der zum Leben erwachten Harriet, kämpft Flora weiter und wächst über sich hinaus. 

Da „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ von Marcus Raffel nach einer tollen und magisch-mystischen Geschichte klang, habe ich mich sehr aufs Lesen gefreut.

 Zu Beginn lernte ich die dreizehnjährige Flora Brimble, die in Rye, einem kleinen, malerischen Fischerdorf an der Südküste Englands lebt, kennen. Da sich der Winter in diesem Jahr hartnäckig hält und der Frühling einfach nicht einziehen will, was allen Menschen dort, inklusive ihr, sehr zusetzt, beschließt das Mädchen den Frühling zurückzuholen. Flora, die eine Einzelgängerin und eher verschlossen ist, blüht immer dann auf, wenn sie Geschichten zu Papier bringt und mit ihrer rothaarigen, vor Fröhlichkeit und Lebensfreude nur so sprühenden Protagonistin Harriet, die spannendsten Abenteuer erlebt.

Da Floras Vater schwer krank ist, beschließt sie ihren Großvater, der mitten im Wald in einer Hütte wohnt, um Rat und Hilfe zu bitten. Dank ihm und seinen Tipps, erfährt das Mädchen von der Maikönigin, die mit ihrer Zauberkraft die Sonne und Blumen zurückbringen kann. So macht sich Flora, die alsbald von einem schlauen, aber merkwürdigem Kobold und einem sprechenden Eichhörnchen begleitet wird, auf die Suche nach der Königin. Die drei geraten in eine noch düstere Welt voll mystischer Kreaturen und Wesen und jeder Menge Magie. Doch eine böse und machthungrige Hexe, setzt alles daran, Flora aufzuhalten und diese auf ihre Seite zu ziehen. Sie gibt dem Mädchen genau das, was sie sich immer ersehnt hat. In dieser ungewöhnlichen Welt, treffen die drei Reisenden auch tatsächlich auf Harriet, die dort zum Leben erwacht und sich den Machenschaften der Hexe ebenfalls mit all ihrer Positivität entgegenstellt.

Die Geschichte ist von Anfang an sehr ungewöhnlich und definitiv auch skurril, verworren und mysteriös. Das macht aber auf jeden Fall auch ihren Reiz aus, da diese anders und extrem fantasievoll ist. Zunächst sieht es auch so aus, als ob keine Chance besteht, die fiese Hexe zu stoppen und deren Machenschaften zu vereiteln. So ist die Story spannend, einnehmend und über eine längere Strecke hinweg auch düster und dunkel. Doch aufgeben ist für die Mädchen keine Option, denn die eine gibt der Anderen Mut und Zuversicht, sodass die Andere letztendlich erkennt, worauf es wirklich ankommt. Flora erfährt, wie viel Hoffnung, Licht und Liebe in einer Geschichte stecken und was mit dieser alles bewirkt werden kann.

Ich bin der Handlung, auch dank des sehr bildlichen Schreibstils von Marcus Raffel, gerne gefolgt und war auch absolut gespannt darauf, wie die so dringend benötigte Wendung, Rettung und das Zurückbringen des Frühlings und der Maikönigin gelingen könnte. Dennoch fehlte mir der letzte Funke, der mich komplett begeistern und fesseln konnte. Die Fantasie des Autors ist enorm und er schöpft hier auch definitiv aus dem Vollen, was ich generell sehr mag. Seine Ideen sind zum Teil abstrus und ungewöhnlich, ebenso wie auch seine Charaktere, was aber passend ist, da diese im Gedächtnis bleiben. Die Hexe, der Kobold und die sprechenden Tiere, erinnern an Märchenfiguren, wodurch eine schaurige Atmosphäre entsteht.

Besonders gut gefallen hat mir, dass aus der Perspektive von Flora und später von Harriet erzählt wird. Die Mädchen spiegeln einander in ihren Wünschen, Sehnsüchten und Hoffnungen, sie sind daher quasi wie eine Seite einer Medaille und ergänzen sich daher nicht nur wunderbar, sondern lernen auch voneinander. Die zwei begreifen, dass all ihre Eigenschaften und auch Eigenarten zu ihnen gehören und wertvoll sind, was schön mitzuerleben war. 

Das Ende hat mir ebenfalls gut gefallen, es berührt, schließt die Geschichte schön ab und ist rund um stimmig.


  „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ von Marcus Raffel ist ein fantasievoller, skurriler, düsterer, ideenreicher und magischer Einzelband, der die Geschichte des Mädchens Flora erzählt, die sich, da der Frühling nicht ins Land ziehen möchte, auf die Suche nach diesem und der Maikönigin macht. Begleitet wird sie dabei von einem vorwitzigen und besserwisserischen Kobold, einem charmanten und herzigen Eichhörnchen und ihrer kreierten Figur Harriet. Gemeinsam bewältigen sie die unerwartetsten Situation und Prüfungen in diesem märchenhaften und fantastischen Abenteuer, in dem Flora letztendlich über sich hinauswächst. Die Handlung konnte mich nicht komplett fesseln, dennoch wurde ich definitiv überrascht und habe die Charaktere gerne begleitet.  

 

Daher vergebe ich für diesen ungewöhnlichen Einzelband 4/5 Flügel/Schwingen! 

 

 


 

 

 

 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.   

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